Würselen: „KaleidoKlez” und Bärbel Ehlert erfüllen unbewohntes Pfarrhaus mit Leben

Würselen: „KaleidoKlez” und Bärbel Ehlert erfüllen unbewohntes Pfarrhaus mit Leben

Zum bereits 44. Konzert hatte der Förderkreis Orgelbau ins zum ersten Mal unbewohnte Pfarrhaus eingeladen. Trotz Eis und Schnee war eine stattliche Zahl an Besuchern der Einladung gefolgt. Zu Gast war mittlerweile zum dritten Male das Duo „KaleidoKlez”.

Für Bärbel Ehlert (Gesang, Bratsche, Gitarre, Geige) und Friedhelm Lutzer (Akkordeon) war dessen Name Programm. Ein lebendiger bunter Bilderbogen traditioneller jüdischer Folk-Musik wurde abwechslungsreich dargeboten. Der Niederländer Marien Lina ergänzte mit seiner Koncertina oder wahlweise irischen Mandoline das Duo zu einem harmonischen Trio.

Temperamentvoll stimmten die Musiker mit dem jiddischen Hochzeitslied „Mazzeltov” in das facettenreiche Programm ein. Obendrein gab es eine palästinensische Hochzeitsmelodie. Irisches Liedgut „Harvest is home” und „Irish washerwomen”, eine Tarentella aus Italien und „Hora Lautaresca” aus Rumänien wechselten in rascher Folge.

Nach „Osseh schalom„” und „Liedelein jiddisch” bezogen die drei virtuosen Musiker mit „Spiel es noch amol” und „Un mir saynen ale Brider” das Publikum als starke Chorgemeinschaft ein. Keltisch-maurisch beeinflusste Musik, aber auch bekannte Filmmelodien wie „sunrise-sunset” und „hevenau schalom aleichem” sowie der „Anatevka”-Song „Wenn ich einmal reich wär” wurden wunderschön dargeboten, ein Genuss für die begeisterten Zuhörer.

Als Zusage forderten sie die Stücke, die ihre aktive Teilnahme möglich machten. Dieser Aufforderung kam das Trio gerne nach. Das nächste Pfarrhaus-Konzert findet am Sonntag, 21. Februar, wiederum um 19.30 Uhr statt.

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