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Herzogenrath: JuLis fordern mehr Einfluss für die Jugend

Herzogenrath : JuLis fordern mehr Einfluss für die Jugend

Die Jungen Liberalen fordern aufgrund der schlechten Wahlbeteiligungen eine Stärkung des Jugendparlaments. „Politik sollte vor allem für die junge Generation transparent und verständlich gestaltet werden”, fordet FDP-Ratsmitglied Björn Bock.

„Das Herzogenrather Jugendparlament ist zurzeit nur ein Scheingremium”, kritisiert der Jugendparlamentarier Christoph Pontzen. Die für die Jugend wichtigen Entscheidungen würden nach wie vor im Jugendhilfeausschuss fallen. Das Jugendparlament sollte, so die JuLis, in Zukunft eine beratende Kraft übernehmen. Es sollte zum Beispiel zu Projekten befragt werden.

Eigenen Haushalt gefordert

Außerdem fordert der FDP-Nachwuchs einen eigenen Haushalt für das Jugendparlament. Dieser sollte zwischen fünf- und zehntausend Euro liegen. Diesen Betrag sollte das Jugendparlament eigenständig für ein Projekt ausgeben können. Diese Form hätte gleich zwei Lerneffekte. Zum einen, so Bock, würden die Jugendlichen erkennen, dass man Geld nur einmal ausgeben könne. Zum anderen würden sie lernen, sich für auf ein Projekt festzulegen und demokratisch über Entscheidungen abzustimmen.

Es sollten jedoch hierdurch keine Mehrausgaben entstehen, das Geld sollte aus dem bereits vorhandenen Budget des Jugendhilfeausschusses dem Jugendparlament zur Verfügung gestellt werden.

Altersmäßige Trennung

Auf diese Weise könnte in Herzogenrath die Beteiligung Jugendlicher an der Politik erhöht werden, argumentieren die Jungen Liberalen. Björn Bock und Christoph Pontzen setzten sich zudem für eine altersmäßige Trennung des Jugendparlamentes ein. Hierdurch würde das Parlament für Grundschüler und für Schüler weiter führender Schulen interessanter werden. Diese Reformen würden zudem zu einer höheren Wahlbeteiligung unter Jugendlichen führen. Da sind sich die JuLis sicher.