Alsdorf: Julia Kappes setzt sich erfolgreich für Buswartehäuschen ein

Alsdorf: Julia Kappes setzt sich erfolgreich für Buswartehäuschen ein

Julia Kappes, ein 13-jähriges Mädchen, immer hilfsbereit und fröhlich, wohnt in Alsdorf-Busch. Sie ist stark sehbehindert und besucht an den Wochentagen die Louis-Braille-Schule in Düren. Um nach Alsdorf zu fahren, wartet sie immer im kleinen Wartehäuschen der Bushaltestelle Am Mittelplatz in Busch.

Doch dieses Häuschen ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern seit einiger Zeit in einem erbärmlichen, reparaturbedürftigen Zustand. Die Seitenfenster sind eingeschlagen, es besteht Verletzungsgefahr, die Sitzbank ist defekt.

Vor einer Woche war es Julia zu viel, und was dann geschah, darüber berichtet ihr Onkel, Walter Wieschollek: „Julia stützte die Hände in die Hüfte und sagte zu ihrer Mutter Martina: ,So kann das nicht weiter gehen, hier muss sich was ändern. Das muss ich dem Bürgermeister mal sagen. Hier kann man sich ja verletzen!‘ ,Dem Bürgermeister?‘, fragte die Mutter erstaunt zurück. ,Ja, dem Bürgermeister, der muss das doch wissen!‘

Erstaunt über den persönlichen Einsatz ihrer Tochter, sich auch für öffentliche Angelegenheiten einzusetzen, beschaffte ihr die Mutter die Telefonnummer von Alfred Sonders. Julia rief am noch gleichen Tag an und landete natürlich zuerst im Vorzimmer bei Marika Kickartz. Sie berichtete ihr von der kaputten Haltestelle.

Mit Interesse fragte sich Marika Kickartz noch mal bei Mutter Martina nach und versprach nach der Bestätigung, dem Bürgermeister Julias Anliegen vorzutragen.

Schon nach wenigen Tagen erhielt Julia eine telefonische Einladung ins Bürgermeisterbüro, um ihr Anliegen zu schildern. Damit hatte Julia so schnell gar nicht gerechnet. Nach dem Anruf war sie aufgeregt und erfreut zugleich.

Dann war es soweit: Bürgermeister Sonders lauschte Julias Darlegungen aufmerksam, betrachtete die mitgebrachten Bilder vom maroden Wartehäuschen und meinte schließlich: ,Das sehe ich genau so wie Du. Das hast Du gut gemacht.‘“ Mittlerweile sei bereits eine Firma beauftragt worden, Abhilfe zu schaffen. Sonders habe Julia dann noch versichert: „Du kannst mich jederzeit anrufen oder besuchen. Ich habe immer ein offenes Ohr für Dich — und natürlich auch für alle anderen Bürger.“

Julia war begeistert und berührt, wie der Onkel abschließend schildert. „Auf dem Rückweg stellte sie fest: ,Der Bürgermeister ist echt cool, der hilft ja wirklich.‘ Sie freut sich riesig, dass sie etwas für sich und alle Bürger in Busch erreicht hat.“