Alsdorf: Jugendliche auf altem Friedhof sind Fall für Streetworker

Alsdorf: Jugendliche auf altem Friedhof sind Fall für Streetworker

Etliche Meter Plastikfolie, ein paar Kissen, einige Holzbretter und eine Couch, die vor ein paar Tagen in Flammen stand. Das sind Dinge, die den Schaufenberger Pastor Christian Kittel erzürnen.

Weil sie sich nämlich auf dem ehemaligen Schaufenberger Friedhof befinden, bloß ein paar Meter neben dem Gedenkkreuz für die Opfer des Grubenunglücks von 1930.

Es sollen Jugendliche sein, die sich dort im Grünen eine Art Treffpunkt gebastelt haben. Kittel: „Vor allem nachts treffen sie sich dort.”

Sich einfach bloß treffen - das wäre im Prinzip in Ordnung. „Der ehemalige Friedhof ist ja so etwas wie eine grüne Lunge in Schaufenberg, fast schon ein Park.” Doch was ihm missfällt, ist, dass er nun mehr und mehr Müll dort findet.

„Haufenweise Scherben gleich neben dem Kreuz, das kann doch nicht sein.” Und ob die Jugendlichen sich immer so verhielten, wie es dem Ursprung des Ortes gebührt? Christian Kittel bezweifelt es.

Spuren hinterlassen

Vor zwei Monaten erst hatten Jugendliche den Schaufenberger Friedhof zum Treffplatz erkoren und dort ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Seinerzeit hatten der Präsenzdienst des Ordnungsamtes und ein Streetworker den Dialog mit den Jugendlichen gesucht und den Unrat beseitigt.

Das soll nun auch auf dem ehemaligen Friedhof geschehen. Und zwar rasch, wie Doris Keller, Leiterin des Fachgebietes Bürgerdienste am Montag sagt.

Allzu hoch möchte Christian Kittel die Wogen in der Sache aber gar nicht schlagen sehen. Der alte Friedhof an der Paul-Dorn-Straße soll einfach bloß eines sein: „Ein Ort, den man in Stille besuchen kann und wo man nicht gestört wird.”

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