Herzogenrath: Jugend in Herzogenrath hat neues Forum

Herzogenrath: Jugend in Herzogenrath hat neues Forum

Ab sofort haben junge Herzogenrather eine neue starke Stimme, wenn es um ihre Belange geht. Erstmals waren Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren in Herzogenrath aufgerufen, ihre eigene Vertretung zu wählen.

Der Jugendbeirat, der Anfang Dezember zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentreten wird, versteht sich als Interessenvertretung der Jugendlichen, in der sie ihre Themen zur Sprache bringen können. Er möchte außerdem Jugendliche für Politik interessieren, Kontakt zu ihnen aufbauen und das Verständnis zwischen Jugendlichen mit verschiedenen Nationalitäten, ethnischer Herkunft, Kulturen und Konfessionen fördern.

Rund 5000 Jugendliche aus dem Stadtgebiet waren aufgerufen, ihre Stimme für einen der 14 Kandidaten im Alter zwischen 14 und 17 Jahren abzugeben. Sie hatten sich im Anschluss an eine Reihe von Wahlinfoveranstaltungen im Frühjahr in den weiterführenden Schulen und Jugendtreffs gemeldet und sich in den vergangenen Wochen auf der eigenen Internetseite des Jugendbeirates (hhtp://www.deinhrath.de) ihren Wählern vorgestellt. 13 von ihnen bilden nun den neuen Jugendbeirat. Die Wahlbeteiligung lag bei 20,67 Prozent.

Ganz ordentlich, wie Jugendpfleger Oliver Krings findet, der das neue Gremien begleitet. „Das hat mich positiv überrascht, weil es ja neu für die Jugendlichen war”, erklärt er. Er ist auch schon ganz gespannt, wie sich der frisch gewählte Beirat entwickeln wird. „Auf der ersten Sitzung soll zunächst ein Sprecherteam gewählt werden. Die eigentliche Arbeit wird dann erst zum Jahresanfang starten.” Zunächst müssten sich die Jugendlichen ja auch einmal kennen lernen und dann gemeinsam überlegen, welche Themen sie sich auf die Fahne schreiben wollten.

In der Satzung sei festgesetzt, dass der Jugendbeirat mindestens einmal pro Halbjahr zusammentrifft und sich in diesem Zeitraum mit den Akteuren der Jugendarbeit trifft, ansonsten sei da noch viel Raum, den die Jugendlichen mit Leben füllen können und sollen. Es werde auf jeden Fall spannend, so der Jugendpfleger, denn auch für die Verwaltung sei das Neuland. „Wir unterstützen die Jugendlichen, helfen ihnen ihr Gremium arbeitsfähig zu machen, ansonsten entscheiden sie.”

Auf ein positives Echo stieß die Jugendbeiratswahl auch bei den Herzogenrather Sozialdemokraten. „Damit ist eine langjährige Forderung der SPD in Herzogenrath umgesetzt, Jugendlichen analog zu den Senioren ein Mitwirkungsgremium zu geben”, erklärte der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Bruno Barth. Lange habe es dafür keine Mehrheit gegeben, mit der Kommunalwahl vor zwei Jahren, sei „Bewegung” in die Sache gekommen. Der Jugendhilfeausschuss stimmte zu und brachte den Jugendbeirat inklusive eigenem Etat auf den Weg.