1. Lokales
  2. Nordkreis

Jülich/Hoengen: Jülich/Hoengen muss Gürtel enger schnallen

Jülich/Hoengen : Jülich/Hoengen muss Gürtel enger schnallen

In einer Bundesliga, in der deutsche Spieler selten sind, ist die Verpflichtung eines DTTB-Nationalspielers eine Errungenschaft.

„Das Publikum, aber auch die Sponsoren identifizieren sich einfach mehr mit ihnen”, weiß Arnold Beginn, Ehrenpräsident der SIG Combibloc Jülich/Hoengen.

Deshalb feiert das Grenzlandteam die Vertragsverlängerung mit Lars Hielscher als freudiges Ereignis.

Und weil Tomasz Krzeszewski ohnehin noch an den Klub gebunden ist, halten die bislang besten Akteure der laufenden Saison dem zweitältesten Bundesligisten die Treue.

Von Planungssicherheit kann vor dem Rückrundenstart am Sonntag in Grenzau dennoch niemand sprechen. Trotz mehrstündiger Gespräche erzielte die Klubführung noch kein Einvernehmen mit Trinko Keen.

„Wir werden im nächsten Jahr enorme Sparmaßnahmen einleiten und sind nicht mehr in der Lage, unser Spielerkonto in dieser Höhe zu führen. Unser Ziel ist es, 20 bis 25 Prozent einzusparen”, kündigt Beginn an.

Hintergrund seien „Ausfälle im Sponsorenbereich”. Die betreffen vor allem den Standort Hoengen. Weil in den dortigen Hallen seit Saisonstart kein Bundesliga-Spiel nach den Statuten der Liga mehr laufen kann, sind die Werbemöglichkeiten „weitgehend ausgefallen”.

Wunderbare Erfolge

Arnold Beginn verfolgt eine weitere Strategie. Er hat bereits den neuen Kontrakt mit Lars Hielscher wesentlich leistungsbezogener gestaltet. Es gibt Auflauf- und Siegprämien.

Neu ist freilich der Team-Punkt-Bonus. Ob also die ganze Mannschaft null, einen oder drei Zähler einfährt, ist für die Bezahlung der Profis künftig von großer Bedeutung.

Ob sich sowohl Trinko Keen als auch Philippe Saive, die in der Hinrunde deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben sind, mit diesen Neuheiten und einem reduzierten Grundgehalt anfreunden werden, bleibt abzuwarten.

„Ich würde Trinko gern halten. Er hat für uns wunderbare Erfolge erzielt. Und ich weiß, dass er wieder zu alter Stärke kommen wird. Er gehört einfach zu uns”, reicht der Ehrenpräsident dem Niederländer die Hand.

„Man darf auch nicht vergessen, dass geplant ist, die Bundesliga in der neuen Saison auf acht Vereine zu reduzieren. Das heißt, dass vier Mannschaften absteigen. Ausgerechnet für diese Situation haben wir jetzt den kleinsten Etat.”

Beginn muss also für alle Fälle gerüstet sein. Er hat den 25-jährigen Chinesen Guo Keli, derzeit bester Spitzenspieler in der schwedischen Liga, zum Probetraining bestellt.