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Würselen: Jetzt wird drei Jahre lang gebaut

Würselen : Jetzt wird drei Jahre lang gebaut

Freude herrscht in der Pfarre St. Sebastian: 2011 soll die neue Orgel erklingen. Jetzt war Auftragsvergabe im Pfarrhaus.

Pastor Heinz-Josef Lambertz hieß als Vertreter der Bautzener Orgelbaufirma Hermann Eule die beiden Geschäftsführer Anne-Christin Eule und Jiri Kocourek willkommen. Für den Förderkreis Orgelbau war Vorsitzende Hermann Jörissen gekommen, für den Kirchenvorstand der ehemalige Kantor Richard Klein sowie Hubert Wickerath von der Verwaltung.

Erst kürzlich konnten sich die Kirchenbesucher über die neue Orgel und den technischen Details informieren. Kantorin Ulrike Botzek hatte dazu eingeladen. Gutachten hatten schon vor mehr als zehn Jahren bestätigt, dass die alte Orgel nicht mehr zu retten war. Das ursprünglich rein pneumatisch gebaute Instrument ging auf das Jahr 1912 zurück. Es wurde 1939 elektrifiziert und erweitert.

Die damalige Bauweise und auch die Verwendung billigster Materialien - nicht zuletzt die Einwirkung durch Krieg und Zeiteinflüsse - führten zu einem desolaten Zustand der Orgel, die zu Pfingsten 2007 letztmalig einen Gottesdienst begleitet hat und inzwischen abgebaut worden ist. Einige Orgelpfeifen warten noch auf Käufer, um den Bau der neuen Orgel zu finanzieren.

Ein Fachgremium war mehrere Monate beschäftigt, die Ausschreibung der „Königin aller Instrumente” zu formulieren. Ein solches Instrument wird für eine bestimmte Kirche gebaut und ist nicht auf einen anderen Klangraum übertragbar.

Das musikalische und technische Konzept, die Prospektgestaltung, die Disposition, das Material und der Preis, so erklärt Pfarrer Lambertz, waren bei der Firma den Vorstellungen der Experten sehr nahe.

Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand und der Förderkreis Orgelbau haben durch viele Aktivitäten - Konzerte, Weinverkauf, Beteiligung an Pfarrfesten und Weihnachtsmarkt - das Fundament für den Bau einer neuen Orgel geschaffen. Die Finanzierung kann inzwischen als gesichert angesehen werden.

Auch die vorgeschriebene kirchenaufsichtliche Genehmigung des Bistum Aachen liegt vor. Die dreijährige Bauzeit der Orgel wird die Pfarre nutzen, um Schäden an Putz und Boden, Elektro- und Holzgewerken zu beheben. Hermann Jörissen freut sich schon auf das Jahr 2010, „wenn dann schon was von der neuen Orgel zu sehen ist, wird eine dreitägige Busfahrt nach Bautzen organisiert”.