Jahreshauptübung des Löschzugs Würselen-Mitte

Jahreshauptübung : Löschzug Würselen-Mitte zeigt seine Schlagkraft

Die Einsatzlage im Zentrum der Düvelstadt unweit der Pfarrkirche St. Sebastian schien dramatisch: zahlreiche Feuerwehreinsatzfahrzeuge und Rettungswagen von DRK, Johannitern und Maltesern eilten mit Martinshorn und Blaulicht zum Jugendtreff „Kleine Offene Tür“ im Jugendheim St. Sebastian an der Wilhelmstraße

Zum Glück handelte es sich hier nur um eine Übung. Stefan Peters vom Förderverein des Löschzuges Würselen-Mitte, erläuterte die angenommene Lage bei dieser Jahreshauptübung des Löschzuges Würselen-Mitte der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Würselen: „Im Pfarrheim St. Sebastian, das auch als Jugendtreff genutzt wird, kommt es zu einer Rauchentwicklung im Eingangsbereich.“

Zum Zeitpunkt der Alarmierung durch die Leitstelle der Städtregion Aachen befanden sich noch Kinder und Jugendliche und deren Betreuer im Gebäude, über die Anzahl der Menschen lagen noch keine Angaben vor.

Sofort rückten die alarmierten Kräfte unter der Gesamtleitung von Löschzugführer Ulrich Grossmann aus in Richtung Jugendtreff. Insgesamt beteiligten sich an diesem Einsatz rund 100 Kräfte des Löschzuges Würselen-Mitte, der Jugendfeuerwehr, Kidzwehr, Einsatzleitung und hauptamtlicher Wache sowie der Löschzüge aus Verlautenheide und Laurensberg, Malteser Hilfsdienst, DRK, Johanniter Unfallhilfe und Polizei.

Sofort machte sich der ersteintreffende Einheitsführer, Brandoberinspektor Ulrich Grossmann, ein Bild der Lage. Im Jugendtreff und Treppenhaus kam es zu größerer Rauchentwicklung, einige Jugendliche retteten sich auf das Flachdach. Sofort wurden die notwendigen Abschnitte gebildet und weitere Hilfskräfte alarmiert. Zum Einsatz kam auch die große Drehleiter. „Hierbei hat die Menschenrettung erste Priorität“, informierte Stefan Peters, danach folgen Brandbekämpfung und die Versorgungsmaßnahmen. Unterstützung bei der Erkundung erhielt der Einsatzleiter von Brandinspektor Andreas Scholand (Löschzug Würselen-Mitte) und Brandinspektor Dirk Zirbes (Verlautenheide).

Um die Übung so realistisch wie möglich wirken zu lassen, wurden die insgesamt 27 Teilnehmer der Übung, Mitglieder der Kidzwehr und der Jugendfeuerwehr Junior Würselen, von der Gruppe „Notfalldarstellung“ des DRK Stadtverbands Würselen geschminkt. Susanne Langohr, Leiterin dieser Gruppe des DRK, sucht noch junge Leute, die mitmachen wollen.

Interessierter Beobachter des Geschehens war Bürgermeister Arno Nelles. „Die Feuerwehr in Würselen leistet eine hervorragende Arbeit. Ich freue mich über das Interesse der Bevölkerung, bei dieser Übung hier zuzuschauen. Das zeigt, dass die Arbeit der Feuerwehr sehr wertgeschätzt wird “, betonte er. Für die Pfarrei St. Sebastian war Kirchenvorstand Heinz-Peter Hess vor Ort.

Die beiden stellvertretenden Leiter der Feuerwehr der Stadt Würselen, Ralf Jüsgens und Michael Pütz, überzeugten sich von der Leistungsstärke des Löschzuges Würselen-Mitte und erläuterten die Ziele der Übung.

Ralf Jüsgens: „Neben den einsatztaktischen Themen wie dem Koordinieren der verschiedenen Einheiten und dem Bilden von Einsatzabschnitten und der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst ist es dem Löschzug Mitte wichtig, der Bevölkerung einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr unter Realbedingungen zu bieten.“

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ zeigte sich Jüsgens sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Zeitweilig bildeten sich in der Würselener City jedoch einige Staus. Eine Ursache lag darin begründet, dass ein etwas tiefer gelegter Golf die zur Wasserversorgung von der Tittelsstraße verlegten Wasserschläuche nicht so ohne weiteres passieren konnte. Zum Abschluss der Übung gab es für alle eine Stärkung am Imbisswagen vor dem Pfarrhaus.

(ro)
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