Baesweiler: Irritation um Mülltonnen in Baesweiler

Baesweiler : Irritation um Mülltonnen in Baesweiler

Seit Monaten sind die Bauarbeiten an der Fidelisstraße in Baesweiler in vollem Gange. Und genau so lange gibt es laut Anwohner Harald Dolata Probleme bei der Leerung der Mülltonnen. „Der Müll wird nicht einfach nicht abgeholt, die Fahrzeuge kommen an den falschen Tagen oder gar nicht“, hat er sich bei unserer Zeitung beschwert.

Die Regio-Entsorung behaupte, die Müllentsorgungsfahrzeuge kämen nicht in die Straße hinein — wegen der Baustelle. Die Stadt sehe nur tatenlos zu, „ein Unding“, wie er findet.

Doch wer ist eigentlich in diesem Fall zuständig dafür, dass die Fahrzeuge problemlos die Mülleimer anfahren können? „Die Anwohner“, sagt Andreas Hartrampf von der Umweltabteilung der Stadt Baesweiler auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die Regio-Entsorgung sehe vor, dass die Anwohner die Mülltonnen bis zur nächsten Straßeneinmündung, die die Entsorgungsfahrzeuge problemlos erreichen können, schieben müssen. In ihrer Satzung, die für jeden auf der Internetseite des Unternehmens einzusehen ist, heißt es: „Im Falle von Straßensperrungen, Baustellen (...) oder wenn der Anfahrtsweg für das Sammelfahrzeug gesperrt oder das Befahren mit Risiko verbunden ist, sind die Abfallbehälter und Abfallsäcke vor die Straßensperrungen, Baustelle (...) zu stellen.“

Rechtlich gesehen ist es also die Aufgabe der Anwohner, sich darüber zu informieren, wie sie ihren Müll bereitstellen müssen. Doch die Stadt Baesweiler kommt ihnen entgegen. „Wir haben quasi als Serviceleistung eine Kooperation mit der Baufirma getroffen, dass die Bauarbeiter die Tonnen dorthin schieben“, sagt Hartrampf.

Die konnte jedoch in den vergangenen Monaten witterungsbedingt nicht täglich arbeiten; so kam es vor, dass die Tonnen manchmal nicht geleert wurden. „Wir haben dann die Fahrzeuge nach Ankündigung an einem anderen Termin noch mal hingeschickt“, erklärt er. Mehr könne man als Stadt nicht machen. Trotz Entgegenkommens gegenüber der hohen Erwartungshaltung der Anwohner seien auch ihr irgendwann Grenzen gesetzt. Und Baustellen brächten nun einmal Einschränkungen mit sich.

Hartrampf hofft jedoch, dass sie das Problem in den kommenden Wochen erledigt. Bis Mitte des Monats soll die Baustelle aufgeräumt sein, die Arbeiten würden voraussichtlich zeitnah beendet.

(nt)
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