Alsdorf: Interaktive Theaterproduktion: Zuschauer müssen hier Farbe bekennen

Alsdorf: Interaktive Theaterproduktion: Zuschauer müssen hier Farbe bekennen

Mit „Jungfrau ohne Paradies“ holen der D-Hof für Kinder und Jugendliche und die Kleinen Offenen Türen St. Castor (Alsdorf) und St. Josef (Stolberg) ein interaktives Theaterstück in die Städteregion Aachen, das Jugendliche zur Auseinandersetzung mit Extremismus anregt.

In einer Zeit, in der Radikalisierung nur einen Mausklick entfernt sein kann, hinterfragt das Stück Schwarz-Weiß-Denken und vermeintliche Helden.

Im Dialog sind die Zuschauer aufgefordert, selbst die Schwerpunkte der Interaktion zu steuern und ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen zu Heldenverehrung, Radikalisierung und Krieg, aber auch zu Respekt, Toleranz und Emanzipation in die Diskussion einzubringen.

Paul träumt davon, ein berühmter Rapper zu werden, der Erfolg will sich allerdings nicht einstellen. Er fühlt sich benachteiligt, sucht Halt im islamischen Glauben und radikalisiert sich schnell. Cem, sein bester Freund, hält von dieser extremen Schwarz-Weiß-Weltsicht überhaupt nichts. Johanna, aus bürgerlichem Elternhaus, ist total verliebt in Paul. Aus Rebellion gegen ihre Eltern, deren Fremdenfeindlichkeit sie fassungslos macht, steigert sie sich zunächst in den religiösen Fanatismus hinein. Die konträren individuellen Pläne werden offensichtlich.

Woran erkennt man frühzeitig eine Einbahnstraße und wie findet man zurück auf einen geraden Weg? Über diese Fragen und mehr streiten Cem, Paul und Johanna.

Eingeladen sind Jugendliche ab 14 Jahren, Schulklassen und Jugendgruppen. Der Eintritt ist kostenfrei. Interessierte können bis Mittwoch, 7. September, Plätze reservieren.

Am Dienstag, 13. September, wird das Theaterstück um 10 Uhr und um 19 Uhr in Alsdorf, Kleine Offene Tür St. Castor, Im Brühl 1, 52477 Alsdorf, aufgeführt.