Alsdorf: Integration verbessern: Jusos und Falken senden Signal an Düsseldorf

Alsdorf: Integration verbessern: Jusos und Falken senden Signal an Düsseldorf

Jung ist er, der neue Integrationsplan der SPD für NRW — noch zu jung um makellos perfekt zu sein. Die Jusos Mariadorf/Hoengen und die Falken Merkstein hatten sich intensiv mit dem Papier beschäftigt.

Zusammen mit jungen Flüchtlingen wurden unter der Leitung von Samira El Mahi (SPD) und Beate Kuhn (Falken) Ergänzungen erarbeitet, die den SPD-Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Daniela Jansen vorgestellt wurden.

El Mahi erzählte: Mir fiel auf, dass einige Punkte in diesem Konzept fehlten. Dazu zählt, dass minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge im Konzept der SPD nicht genügend behandelt werden.“ Darüber hinaus würde durch Probleme in der Bürokratie große Verzögerungen bei der Verteilung von Schulplätzen und Bildungsangeboten entstehen. Dies führe zwangsläufig zu Verbitterung und Perspektivlosigkeit.

Voigt-Küppers stimmte dieser Kritik zu, verwies aber auch darauf, dass bei Minderjährigen automatisch das Jugendamt entsprechende Aufgaben übernimmt. Da in Aachen eine große Anzahl junger Flüchtlinge ohne Begleitung zugegen wäre, gestalte sich eine einheitliche Verteilung aus organisatorischen wie finanziellen Gründen schwieriger.

Jansen ergänzte, dass Kapazitätsprobleme auf allen Ebenen die Politik erschweren. Die Reihenfolge von Registrierung, Wohnortsentscheid und Schulplatzzuweisung müsse aus organisatorischer Sicht eingehalten, „Stellschrauben“ aber justiert werden. Kuhn hatte in diesem Zusammenhang die bislang nicht in Anspruch genommen Schulplätze im Kreis angesprochen.

Die Arbeit der Gruppe ist freilich nicht beendet. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass jungen Flüchtlingen keine Steine in den Weg gelegt werden“, versicherte El Mahi.

(yl)