Baesweiler: Integration in Baesweiler: „Die Flüchtlinge fühlen sich äußerst wohl“

Baesweiler: Integration in Baesweiler: „Die Flüchtlinge fühlen sich äußerst wohl“

Frank Brunner und sein Team in der Stadtverwaltung haben größten Aufwand betrieben, um einen von der SPD geforderten „Integrationsplan für die der Stadt Baesweiler zugewiesenen Flüchtlinge“ zu erstellen. 19 Seiten umfasst der vom Beigeordneten Brunner formulierte Integrationsplan.

Brunner stellte die Schwerpunkte in der Sitzung des Stadtrates auch noch einmal mündlich vor. Die Stadt Baesweiler „ist sich ihrer Verantwortung bewusst und nimmt die Aufgabe der Integration von Flüchtlingen sehr ernst“, bemerkte Brunner. Ein Maßnahmenpaket als Grundlage des Integrationsplanes enthält insbesondere die Themen „Beratung, Spracherwerb, Beschäftigung sowie Wohnraum.

Dezentrale Unterbringung

Darin enthalten sind neben der Stadtverwaltung die sozialen Träger und ehrenamtliche Initiativen. Aktivitäten, so hielt es Frank Brunner fest, unterteilen sich in fünf Handlungsfelder. Hier wurden aufgezählt: Unterbringung und Wohnen, Beratung und Begleitung, Spracherwerb und Bildung, Beschäftigung und Ausbildung und soziale Teilhabe.

„Baesweiler verfolgt dabei das Ziel einer möglichst dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge. Derzeit wohnen in den Unterkünften Peterstraße (69 Personen), Am Bauhof (32) sowie 87 Personen in privat angemieteten Wohnungen.

Verkannt werden dürfe aber auch nicht, „dass die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge auch in Baesweiler an eine Grenze gestoßen ist“, bemerkte der Beigeordnete. Weitreichende Stellungnahmen zur Beschleunigung der Asylverfahren, zur Wohnsitzaufnahme, zum verstärkten sozialen Wohnungsbau und weitere Themen beinhaltet der Integrationsplan der Stadt.

Für die SPD dankte deren Fraktionsvorsitzender Karl-Josef Strank für die umfangreiche Arbeit. Die Bemerkung des Sozialdemokraten, seine Partei vermisse ein schlüssiges Konzept im Integrationsplan ließ den Verwaltungsmitarbeitern den Atem anhalten. Frank Brunner verstand die Welt nicht mehr. „Sie sagen sinngemäß, dahinter steht kein Konzept? Es fällt mir schwer, dass zu akzeptieren.“ Und er ergänzte, „wir sehen sicherlich nicht alles kritiklos, wissen aber, dass sich die Flüchtlinge in Baesweiler wohl fühlen“. Unterstützung bekam die Verwaltung vom Bündnis Grünen Rolf Beckers: „Hier vor Ort ist Außergewöhnliches geleistet worden. Sowohl vom Ehrenamtler als auch vom Hauptamtler“. Dafür erhielt Beckers auch den Beifall der CDU. Deren Sprecher Wolfgang Scheen unterstrich, „wir wissen, dass sich die Flüchtlinge in Baesweiler äußerst wohl fühlen“.

Bevor der Integrationsplan einstimmig angenommen wurde, ruderte Strank dann doch merklich zurück. Seine Kritik habe sich auf einzelne Punkte — wie beispielsweise das Ausschöpfen von Fördermitteln — bezogen.

(mas)