Herzogenrath: Instrumentalverein Herbach: Herbstkonzert lockt viele Gäste an

Herzogenrath: Instrumentalverein Herbach: Herbstkonzert lockt viele Gäste an

Wenn bei einem eintrittsfreien Konzertabend schon eine Dreiviertelstunde vor Beginn die besten Plätze weg sind, dann kann es sich eigentlich nur um Darbietungen des Instrumentalvereins Herbach handeln. So war es denn auch beim jüngsten Herbstkonzert des traditionsreichen Orchesters im Forum der Europaschule in Merkstein.

Unter den Gästen waren mit der stellvertretenden Bürgermeisterin von Herzogenrath, Marie-Theres Sobczyk, und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch aus Übach-Palenberg die Stellvertreter der Menschen aus beiden Städten. Denn Herbach liegt nicht nur auf halber Höhe zwischen den Zentren Herzogenrath-Mitte und Übach, sondern eint im Instrumentalverein auch Mitspieler aus beiden Städten.

Unter der Leitung von Willi Beckers gelang dem Instrumentalverein Herbach im Forum ein vielgelobter Konzertabend. Foto: Markus Bienwald

Auf „Fifty-fifty“ schätzte Jungnitsch das Verhältnis zwischen Fans und Musikern aus beiden Städten ein. Und Marie-Theres Sobczyk freute sich darüber, dass Musik nicht nur allgegenwärtig ist, sondern auch ein besonderer Motor von Emotionen sein kann. Dass die Herbacher diese hervorragende Eigenschaft bestens umsetzen können, bewiesen sie mit ihrem gut zweieinhalbstündigen Gastspiel.

Unter der ausgezeichneten Leitung von Willi Beckers zeigte dabei zunächst das vereinseigene Nachwuchsorchester sein Können. Sie machten mit „Driving Test“, „Make Music“ oder der kleinen Zugabe „Macarena“ dann Lust auf mehr. Das Versprechen, beste musikalische Unterhaltung anbieten zu können, lösten die „Großen“ vom Instrumentalverein Herbach dann bestens ein. Schon im ersten Teil tummelten sich mit „Alpine Inspirations“ oder „Wir spielen Lehar“ echte Perlen im Programm.

Nach einer kurzen Verschnaufpause für Gäste wie Musiker ging es dann nicht minder schwungvoll weiter. Wobei im zweiten Teil der Fokus durchaus auf den taktvollen Märschen lag. „Mein Regiment“ oder der „Deutschmeister-Regimentsmarsch“ wurden aber von träumerischen Einlagen wie „Downtown“ und „Winnetou & Old Shatterhand“ durchbrochen und zeigten so, dass die Herbacher in vielen Stilen ihr klangliches Zuhause gefunden haben.

Und spätestens bei den beiden Zugaben — „Dem Land Tirol die Treue“ und „Glückauf-Marsch“ wandelten die restlos begeisterten Besucher ihre Zuneigung zum Gehörten in einen Begeisterungssturm um.

Traditionell gibt es vor Beginn des Herbstkonzerts beim Instrumentalverein Ehrungen. Im Beisein von Herzogenraths stellvertretender Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk und Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch wurden Annika Sieben und Begona Voss für je zehn Jahre, Leo Altdorf für 25 Jahre, Claudia Koch für 25 Jahre sowie Franz Fuchs für satte 70 Jahre bei den Herbachern geehrt. Nicht anwesend war Saskia März, deren Ehrung für 30 aktive Herbacher Jahre nachgeholt werden soll.

Neben der Gratulation durch den Vorstand mit Vorsitzendem Bernd Spaltner, Dirigent Willi Beckers, Kassiererin Christiane Everhardt und Geschäftsführerin Bettina Schwarz gab es für Franz Fuchs noch etwas ganz Besonderes: Ihm zu Ehren intonierten die Musiker die Polka „Auf der Vogelwiese“ mit gesanglicher Unterstützung von Benny Sprenger.

(mabie)
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