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Alsdorf: Innenstadt -Förderung genießt weiter Vorrang

Alsdorf : Innenstadt -Förderung genießt weiter Vorrang

Mit Alsdorf hat man auf Kölner Regierungsebene noch einiges vor. RP-Vertreterin Ulrike Schwarz ließ durchblicken, dass weitere Fördermittel zum Innenstadtausbau vom Ministerium weitergegeben werden könnten.

Und gerade erst hatte sie eine halbe Million Euro - aus der Bundeskasse - auf den Tisch des Rathauses gelegt. „Das ist wirklich mal ein schöner Wochenbeginn”, würdigte Bürgermeister Helmut Klein das gestrige Geschehen.

Die Vizepräsidentin des Regierungsbezirks Köln machte deutlich, dass nicht jede Kommune in den Genuss einer 90-prozentigen Kostenübernahme komme. Die schlechte Finanzsituation der Stadt Alsdorf sei zu berücksichtigen, wenn es um „Kerninvestitionen für die Stadtentwicklung” gehe, so Ulrike Schwarz.

„Speckgürtel von Aachen”

Das Annagelände und dessen Umgebung vernünftig zu erschließen sei für eine Stadt mit einem Nothaushalt nicht zu schultern, hatte der Bürgermeister zuvor erwähnt. Hier bedürfe es der Hilfe, Alsdorf „zum Speckgürtel von Aachen” wachsen zu lassen. Rund 60 Prozent hiesiger Neubürger kämen aus der Kaiserstadt, hatte die Verwaltung ermittelt. Auch ein Erfolg der konsequenten Wohnbebauung im Annapark, die „in wesentlich größerer Geschwindigkeit” fortschreite als erwartet.

Mit dem aktuellen Zuschuss von 500.000 Euro werden zwei weitere Baufelder erschlossen sowie die Realisierung des neuen Busbahnhofs beim Annapark-Center unterfangen. Beides erhöhe die Funktionalität des APC und biete Alsdorf ein neues Eingangstor, schilderte Helmut Klein.

„Gravierend für das Stadtbild”, bestätigte Ulrike Schwarz, die für die nahe Zukunft weitere 297.000 Euro Fördermittel avisierte. Auf solch positive Entwicklung könne man stolz sein, empfand Landtagsabgeordneter Hans Vorpeil (SPD). Der Umbau des Altzechengeländes Anna sei das größte NRW-Projekt außerhalb des Ruhr-Ballungsraumes. In einer neue Innenstadt sei „gewaltig viel Leben” entstanden.

Glück mit Altlasten

Was zudem in einem knappen Zeitrahmen „hervorragend umgesetzt” worden sei, ergänzte Christoph Kemperdick für die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). Man habe eben auch Glück mit der Altlastenbeseitigung gehabt.

Dem Stadtbild fehle dann noch eine sympathische Gestaltung des Denkmalplatzes, lenkte Erster Beigeordneter Klaus Spille die Gedanken auf das nächste Ziel nach dem ÖPNV-Verknüpfungspunkt, wenn die Busse dort einen neuen Stellplatz bekommen haben. Fördermittel, blieb unausgesprochen, sind also weiter willkommen.