Herzogenrath: In Herzogenrath ist alles offen

Herzogenrath: In Herzogenrath ist alles offen

Für Toni Ameis ist es das „Wunschergebnis”: Mit drei Sitzen zieht die „Linke” in den kommenden Stadtrat ein. CDU und SPD verlieren je zwei Sitze und haben ab Oktober 17 beziehungsweise 15 Stadtverordnete, die FDP gewinnt einen Sitz dazu (4), die Grünen bleiben bei fünf Mandaten.

SPD-Fraktionschef Gerhard Neitzke: „Die Linke hat uns Stimmen abgenommen. Wir werden mit den Grünen und der Linken reden, aber auch mit der CDU”, kündigt er an, im Sinne einer „verlässlichen Mehrheit”. CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Erste Vize-Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk freut sich zwar, der „deutlich stärksten Partei” anzugehören, hegt aber große Befürchtungen bezüglich der künftigen politischen Arbeit: „Mir geht es um Herzogenrath”, hat sie ebenfalls sofortige Gespräche im Visier, „mit allen, außer der Linken”.

Mit der würde der bisherige Kooperationspartner Bündnis90/Die Grünen aber sehr wohl zusammengehen, erklärt Ortsverbandssprecher Dr. Bernd Fasel: „Wir sind für alles offen.” Bürgermeister Christoph von den Driesch indes verweist auf marxistisch-leninistische Tendenzen in der „Linken” und kündigt im Fall der Fälle eine schwierige Zusammenarbeit an. Björn Bock (FDP) freut sich indes über das zusätzliche Mandat und die gestärkte Position.

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