Alsdorf: In die Jahre gekommen: Luisenbad maroder als gedacht

Alsdorf : In die Jahre gekommen: Luisenbad maroder als gedacht

Jüngst kursierten in Alsdorf Gerüchte über den Zustand des Luisenbads: Ob es — wie so viele Schwimmbäder in der Region auch — wohl von einer Schließung bedroht ist? Bereits im Stadtrat im Oktober hatte die Politik die Verwaltung um Auskunft gebeten und die Antwort erhalten, der Zustand sei weit davon entfernt, dass man den Betrieb einstellen müsse. Eine Überprüfung stehe aber aus.

Nun, im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur, der am morgigen Dienstag ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt, wird das Schul- und Sportamt präziser. In der Sitzungsvorlage heißt es: Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts, das im Mai dieses Jahres vorgelegt wurde, sei bereits von einer notwendigen Sanierung die Rede gewesen, zwischenzeitlich habe sich aber der „allgemeine Bauzustand des Gebäudes einschließlich der Haustechnik so erheblich verändert, dass auch Sicherheitsaspekte zu untersuchen sind“.

Externes Büro beauftragt

Ein Ingenieurbüro für Sport- und Bäderbetriebe sei beauftragt worden, ein Konzept zur Instandsetzung des gesamten Gebäudes inklusive Bistro zu erstellen.

Aufgrund der Komplexität des gesamten Vorhabens werde ein abschließender Bericht des Fachbüros erst Anfang 2018 erwartet. Aber jetzt schon gehe die Verwaltung davon aus, dass neben den bereits in diesem Jahr ausgeführten Maßnahmen zur Sicherung weitere anfallen werden.

Bau aus dem Jahr 1951

Das Luisenbad im Alsdorfer Stadtzentrum wurde im Jahr 1959 errichtet und zwei Jahre später, 1961, durch eine Sauna erweitert. In den 60er Jahren zählte das Bad zu einem der ersten Bäder in der gesamten Region.

In der Zwischenzeit in die Jahre gekommen, wurden das Bad und die Sauna zwischen 1996 bis 1998 modernisiert.

Laut dem im Mai vorgelegten Integrierten Handlungskonzept sollte der Komplex eigentlich zwischen 2018 und 2020 erneut saniert werden. Kalkulierte Kosten für Bad und Sauna: 993.900 Euro. Eine auf der neuen Sachlage basierende Schätzung der nun tatsächlich anfallenden Kosten wollte die Verwaltung nicht abgeben.

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