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Alsdorf: In Alsdorf fallen 520 Jobs weg

Alsdorf : In Alsdorf fallen 520 Jobs weg

Eine der weltweit größten Halbleiterfirmen, die japanische Renesas Technology, schließt ihr Tochterwerk in Alsdorf bei Aachen mit 520 Arbeitsplätzen. Der Betrieb soll voraussichtlich Ende September eingestellt werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Produktion von Hochleistungschips für Autos, Mobilfunk und Heimelektronik werde nach Japan verlegt. Zwei weitere deutsche Tochterunternehmen in Landshut und Ratingen seien von der Entscheidung nicht betroffen.

„Die Konzernleitung in Tokio kam zu dem Schluss, dass wir zu teuer
produzieren und wegen unserer Größe auf Dauer nicht rentabel sein
können”, sagte Michael Andrae von der Alsdorfer Unternehmensführung.
Für die Schließung habe es im Vorfeld keinerlei Anzeichen gegeben:
„Sie kam völlig überraschend”, sagte Andrae.

Das Alsdorfer Werk habe im vergangenen Jahr eine „schwarze Null” geschrieben. Die Auslastung werde im zweiten Halbjahr deutlich zurückgehen. Der prognostizierte leichte Abschwung auf dem Markt für Ende nächsten Jahres, hätte die Situation verschärft. Das Alsdorfer Unternehmen Renesas Semiconductor Europe GmbH ist ein Joint Venture von Hitachi und Mitsubishi Electric Corporation.

In den nächsten Monaten soll über einen Sozialplan verhandelt werden. Nach Angaben des Betriebsrates traf die Nachricht die relativ junge Belegschaft völlig unvorbereitet. „Es gab Erschrecken und Entsetzen”, sagte Betriebsratsvorsitzender Detlev Herpers. Die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz seien sehr schlecht. „Es ist ja nicht das erste Werk das schließt”, sagte er. Ende April hatte das Philips-Bildröhrenwerk in Aachen seinen Betrieb eingestellt. Rund 1000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.