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Alsdorf: Im Frauen-Café den Rücken stärken für die Jobsuche

Alsdorf : Im Frauen-Café den Rücken stärken für die Jobsuche

Bei Uschi ist der Kaffee kostenlos. Auch Plätzchen stellt die Pastoralreferentin gern auf die Tische, um die Besucherinnen des neuen Frauen-Cafés im St.-Castor-Haus zu verwöhnen. Zu ihr kommen Damen, denen solche Zuwendung gut tut. Sie suchen im Café Ansprache, Zuwendung, Trost.

Es ist ein besonderer Treffpunkt, der arbeitslosen Frauen den Rücken stärken und sie vorbereiten will auf einen (Neu-)Start ins Berufsleben.

„Weißt Du nicht weiter, gehst Du zu Uschi”, sagt die fröhliche Frau, deren Nachname Weisgerber lautet. Sie ist Herz und Seele des Projektes, das die Alsdorfer Unio-Gemeinden und die KAB im Bistum Aachen im August des vergangenen Jahres auf den Weg gebracht haben.

„Frauen stärken” ist dessen Titel, der Programm ist. „Der Arbeitsmarkt gibt für viele Frauen in Alsdorf nicht viel her”, sagt Uschi Weisgerber, die vor allem einen Rückgang von einfachen Arbeitsgelegenheiten für schlecht oder nicht Ausgebildete beklagt. „Oft verlieren die Frauen nach längerem Suchen den Mut und geben sich auf.” Der Einstieg in einen Teufelskreis. Das Café soll nun ein möglicher Ausstieg sein.

Es ist eine Begegnungsstelle für Frauen, die ähnliche Schicksale verbinden. Die vielleicht alleinerziehend sind und schon seit Jahren ohne Job. Im Café treffen sie Menschen, mit denen sie sich austauschen können, sich gegenseitig stärken. Es ist ein Anfang. Der nächste Schritt kann in die Kontaktstelle von Uschi Weisgerber im Pfarrhaus führen, die parallel zum Café aufgebaut wurde. „Bei mir können Frauen sich ihre Ängste von der Seele reden.” Um anschließend gemeinsam mit der Pastoralreferentin nach neuen Wegen zu suchen.

Gern hilft die Projektbetreuerin, deren Stelle von der KAB finanziert wird, beim Ausfüllen von Formularen oder schaut sich Bewerbungsmappen an. Auch begleitet sie Damen auf Wunsch zu Behörden oder zur Bundesagentur für Arbeit. Dabei achtet sie darauf, dass die Damen auch die Selbstständigkeit erlernen, um Fuß fassen zu können in einem möglichen neuen Job. Mehr als 30 Beratungsgespräche hat Uschi Weisgerber bereits geführt, mittlerweile hat sich ihr Angebot herumgesprochen. Sie rät dazu, es frühzeitig zu nutzen. „Viele kommen erst dann zu mir, wenn die gesamte Lebenssituation ziemlich verfahren ist.”