Alsdorf: Honorarkonsul trägt sich ins Goldene Buch ein

Alsdorf: Honorarkonsul trägt sich ins Goldene Buch ein

Kaum war das Europafest vorüber, da erlebte die deutsch-französische Freundschaft a la Alsdorf einen neuen Höhepunkt: Im Amtszimmer von Bürgermeister Alfred Sonders trug sich der französische Honorarkonsul in Aachen, der Romanist Wolf Steinsieck, sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Steinsieck zeigte sich als guter Gast und gratulierte den Alsdorfern zum 40-Jährigen der Jumelage mit Saint-Brieuc.

Auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg nahm am Empfang im Chefbüro teil - schon weil er nicht nur überzeugter Eifeler, sondern auch bekennender Frankreich-Freund ist. Er konstatierte: „Die Stadt bewegt sich. Sie haben eine glänzende Zukunft vor sich”, und stellte damit der lange Zeit von den Folgen des Bergbau-Niedergangs in Mitleidenschaft gezogenen Stadt eine optimistische Zukunftsprognose.

Sinn für Lokalkolorit

Die anderen Redner, darunter Bürgermeister Sonders, enthielten sich politischer Äußerung. Stattdessen bettete der Rathaus-Chef Steinsiecks Visite in einen historischen Zusammenhang ein: „Es ist Tradition, dass der Botschafter oder Konsul des jeweiligen Gastlandes beim Europafest die Stadt besucht.”

Die eigentliche Rede des Abends war Rudolf Bast, dem Vorsitzenden des Alsdorfer Geschichtsvereins, vorbehalten. Er schilderte die Frontenstellung der Zeit bis zur Einverleibung in das napoleonische Reich nach der zweiten Schlacht von Aldenhoven am 1. Oktober 1794 und formulierte: „Wir sind hier der äußerste Vorposten der österreichischen Niederlande.”

Basts Geschenk für den Konsul zeugte ebenfalls von Sinn für Lokalkolorit: Einen „Kullpöngel”, das traditionelle blaue Handtuch der Bergleute von einst, allerdings aktuell gefüllt mit den süßen Produkten einer Alsdorfer Konditorei.