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Alsdorf: Holzwurm AG zeigt die Mobilität von Schule

Alsdorf : Holzwurm AG zeigt die Mobilität von Schule

Angefangen hat alles mit einem Comic-Heft, das die Schüler der Förderklasse der Gerhard-Hautpmann-Hauptschule im Unterricht gelesen haben.

Erzählt wird die Geschichte von „Spider-Max”, einem jungen Mann, der keinen Job hat, erfolgreich gründet er eine eigene Firma. Und schon war die Idee geboren: „Warum nicht eine Schülerfirma gründen”, dachten sich Bedia Arslan, Denise Zeiger, Bianca Burmeister, Rebecca Günaltay, Sabrina Mai, Lukas Piekarski, Manuel Derkum, Ismail Cinar und Michael Hucke.

Doch womit lässt sich wohl am ehesten Geld verdienen? Welche Art von Firma soll überhaupt ins Leben gerufen werden? Schnell einigten sich die Schüler auf einen Holzbetrieb.

„In unseren Förderklassen ist immer schon sehr projektorientiert gearbeitet worden auch mit Holz. Da lag es für die Schüler nahe, sich auf solche Produkte zu spezialisieren”, erinnert Klassenlehrer Reinhold Loh.

Was nun noch fehlte, war ein eingängiger Unternehmensname wie Edelholz, Woodwork oder Alsdorfer Holzwerke. Entschieden haben sich die Jungen und Mädchen für „Holzwurm AG”. So heißt ihre Schülerfirma seit nunmehr zwei Jahren.

Und die Erfolge können sich sehen lassen. Mittlerweile hat es die „Holzwurm AG” auf fünf Aufträge gebracht. Egal ob Tische für eine Dürener Betriebskantine, Schulbänke für die eigene Schule, Bücherboxen für eine Grundschule oder Unterrichtsmaterialien für für eine Grundschule aus Hürth - die Nachwuchsfirmenchefs planten alles komplett selbst. „Einen wirklichen Boss gibt es nicht. Jeder Schüler übernimmt abwechselnd eine andere Aufgabe”, betont Loh.

Kunden finden

Die „Holzwurm AG” funktioniert wie im Prinzip wie ein richtiges Unternehmen: Kunden suchen, Angebote erstellen, Produkte herstellen und ausliefern. „Unsere Schülerfirma versteht sich aber nicht als Konkurrenz zu einem realen Unternehmen. Immer stehen Lernprozesse, nicht der Gewinn im Vordergrund”, sagt Reinhold Loh.

Die Hauptschüler sind mit ihrer „Holzwurm AG” so erfolgreich, dass sie sogar beim Bundeswettbewerb „So mobil ist Schule” zu den großen Siegern gehören. Welchen Platz sie genau belegen entscheidet eine Jury am Samstag, 19. Juni, beim Bundesfinale in Köln. „Wir sind auf jeden Fall schon mal Dritter. Aber wenn wir eine gute Präsentation machen, wird es vielleicht noch ein bisschen mehr”, hofft Lehrer Reinhold Loh.