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Würselen: Hightech-Unternehmen zieht es zum Aachener Kreuz

Würselen : Hightech-Unternehmen zieht es zum Aachener Kreuz

„Die Option, nach Würselen umzuziehen, war einfach zu gut.” Karl-Friedrich Block, Geschäftsführer der Amepa GmbH, und seine 60 Mitarbeiter können so langsam die Kartons packen. Im Herbst will das Hightech-Unternehmen sein neues Domizil beziehen. Adresse: Karl-Carstens-Straße, Gewerbegebiet Aachener Kreuz.

Mit einem lukrativen Mix aus Preis und Verkehrsinfrastruktur habe der Standort Würselen seine Konkurrenten um den neuen Firmensitz ausgestochen, betont Block. Stolberg und nicht zuletzt Aachen, wo Amepa bislang zur Miete an Jülicher- und Weststraße beheimatet ist, hätten sich gegen das Angebot der Stadtentwicklung Würselen (SEW) nicht durchsetzen können: 4800 Quadratmeter Baugrund zu günstigen Konditionen, zudem die nahe Autobahnanbindung „und die Hoffnung auf den baldigen Bau der Osttangente”, so der Firmenchef, hätten für den Standortwechsel den Ausschlag gegeben.

Das freut nicht zuletzt den Würselener Bürgermeister Werner Breuer, der zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für die gebeutelte Stadtkasse herbeisehnt und „eine weitere Firma mit Weltruf im Aachener Kreuz” ortet.

In der Tat ist der Übersiedler aus der Kaiserstadt eine ganz große Nummer in puncto Messtechnik und Prozessautomatisierung. Amepa entwickelt Systeme zur elektromagnetischen Erkennung von Schlacke bei der Stahlproduktion. Das verhilft Konzernen wie Thyssen in Duisburg oder Cockerill in Lüttich zu besonders reinen Produkten und sorgt gleichzeitig für eine maximale Effizienz bei der Herstellung.

Weitere Mess-Systeme für die Stahlindustrie sind in der Entwicklung. Sie werden künftig in Würselen konzipiert und montiert und dann weltweit vermarktet. Mittlerweile werden mehr als 40 Prozent der weltweiten Jahresstahlerzeugung von 1,3 Milliarden Tonnen mit der patentierten Amepa-Schlackeerkennung vergossen.