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Nordkreis: Hier werden Talente individuell gefördert

Nordkreis : Hier werden Talente individuell gefördert

„Ich komme schon seit mehreren Jahren hier nach Alsdorf-Busch”, sagt sich die elfjährige Christiane Mensger.

So wie sie verbringen viele einen Großteil ihrer Kindheit in der Jugendkunstschule und im Jugendzentrum des Vereins „Aber Hallo”. Mit zahlreichen Filmprojekten, die bereits mit Preisen bedacht wurden, und kreativen Angeboten werden seit zehn Jahren die Talente jedes Einzelnen gefördert.

„Ich komme immer wieder gerne”, sagt deshalb nicht nur Christiane. Auch Maximilian Lichter ist seit gut vier Jahren Dauergast in der Buscher Einrichtung. „Es macht unheimlich viel Spaß, hier mit anderen Kindern in den Workshops oder in Sommerprojekten zusammen zu arbeiten. Dafür komme ich extra aus Merkstein”, erklärt der Elfjährige.

„Als ich die Räume hier zum ersten Mal betrat, kam mir das alles sehr klein vor”, blickt Claus Jürgen Klüglich, Leiter der Kunstschule, auf die Anfänge zurück. Aber die Verantwortlichen schafften es, trotz wenig Platz und Geld eine breite Angebotspalette auf die Beine zu stellen. Sogar die Kindertagesstätte „Klecks” fand bis zur Übersiedlung auf das Anna-Gelände ein Plätzchen bei „Aber Hallo”.

Ein ganz besonderer Pluspunkt für die Buscher Einrichtung ist die Tatsache, dass Jugendzentrum und Kunstschule eng verbunden sind. „Das gibt es bundesweit nur sehr selten”, betont Klüglich. „Nicht zuletzt deswegen findet die Arbeit überregionale Bedeutung. Dieses Modell trägt den Namen der Stadt weit über die Grenzen hinaus”, lobt Peter Kamp, Bildungsreferent der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendkunstschulen.

Damit sich das nicht ändert wurden kürzlich mit der Stadt Verträge unterzeichnet, die den Fortbestand der Einrichtung sichern. Das wird im Hinblick auf die Sparpläne der Landesregierung in Sachen Jugendarbeit von besonderer Bedeutung sein. „Jugendarbeit ist eine öffentliche Aufgabe, deshalb brauchen wir die Unterstützung der Stadt. Alleine können wir das alles nicht finanzieren”, appelliert Klüglich.

Doch „Aber Hallo” hat starke Mitstreiter. Bereits seit zehn Jahren besteht die Kooperation mit Renesas, ehemals Mitsubishi. „Diese Partnerschaft ist gekräftigt und wird auch weiter bestehen”, betont Christel Kaulard für das Halbleiter-Unternehmen.

Und auch der vor kurzem gegründete Förderverein wird seinen Teil dazu beitragen, die Buscher Einrichtung zu unterstützen. „Das vielfältige Angebot der Kunstschule ist konkurrenzlos”, erklärt Thomas Lichter, Vorsitzender des Fördervereins.