Aachen/Würselen: HGG-Schüler beim „Certamen Carolinum“: Antike ganz modern

Aachen/Würselen: HGG-Schüler beim „Certamen Carolinum“: Antike ganz modern

„Thukydides reloaded — Ist seine Pathologie des Krieges wirklich ein ‚Besitz für immer‘?“ und „Antikes Umweltbewusstsein? — Senecas Eintreten für die Umwelt in seinem 89. Brief an Lucilius“. Mit diesen Themen beschäftigten sich Sarah Conrad und Clemens Ullrich in der Endrunde des Wettbewerbs „Certamen Carolinum“.

Die beiden Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums (HHG) in Würselen hatten es geschafft, sich mit zehn weiteren Wettbewerbsteilnehmern für einen Preis im Rahmen des „Certamen Carolinum“ zu qualifizieren.

Die Verleihung des Preises wird seit 30 Jahren jährlich vom Kaiser-Karls-Gymnasium und dem Verein zur Förderung der Alten Sprachen in den Schulen ausgerichtet und fand vor kurzem in der Aula Carolina statt. Unter den Preisträgern waren neun Schüler, die kurz vor dem Abitur stehen und eine Studentin. Ihnen wurden Preise verschiedener Stiftungen und Vereine überreicht. Eine Jury aus Lehrern, Dezernenten und Mitarbeitern der Hochschule beurteilte in der letzten Runde die Vorträge der Teilnehmer. Alle Endrundenteilnehmer bekamen eine Urkunde auf Latein und eine Urkunde auf Deutsch sowie ein Preisgeld. Zwei Preisträger erhielten die Aufnahme in die Anfangsförderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiaten.

Der Verein der alten Sprachen veranstaltet den Wettbewerb, um zu zeigen dass die alten Sprachen nicht tot sind und es sinnvoll ist, sich auch im 21. Jahrhundert mit ihnen zu beschäftigen. Jugendliche sollen sich auch über die Schulischen Lehrinhalte hinaus mit der Antike beschäftigen. Die Ministerialrätin im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Henny Rönneper, lobte bei der Preisverleihung den Wettbewerb. „Es dürfen sich im Certamen Carolinum doch alle als Gewinner fühlen“.

Auch das Publikum, das aus Eltern und unterstützten der Teilnehmer und ehemaligen Endrundenteilnehmer bestand, war beeindruckt von den Leistungen der diesjährigen Teilnehmer. Die Preisträger selbst freuten sich nicht nur über ihre Preise, sondern auch darüber, interessante Leute mit den gleichen Interessen kennen gelernt zu haben.

„Es war wirklich eine nette Runde“, so Preisträgerin Sarah Conrad. Sie betonte außerdem ihre Freude darüber, durch den Wettbewerb gelernt zu haben, wissenschaftlich zu arbeiten.

(akl)
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