Diskussion bei Naturfreunden und BUND: Wie gelingt die „Plastikwende“?

Diskussion bei Naturfreunden und BUND : Wie gelingt die „Plastikwende“?

Die Naturfreunde und der BUND beschäftigen sich mit einer wichtigen Zukunftsfrage. Um das Problem Plastikmüll und seine weltweiten Folgen ging es bei einem Diskussionsabend.

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und allgegenwärtig. Und damit auch das Problem Plastikmüll, das ein wachsendes Risiko darstellt und von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung die Umwelt und unsere Gesundheit bedroht.

Hans Aust, Vorstandmitglied der Naturfreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Aachen-Land, zeigte dies nun eindrucksvoll mit einer Präsentation bei der Bezirkskonferenz der NF in Merkstein. Plastik verschmutzt die Meere, Plastik verschmutzt die Landschaft und die Feldern, Plastik wird bei uns gesammelt und in ferne Länder exportiert. Selbst das ordnungsgemäßes Entsorgen über den Gelben Sack und die Gelbe Tonne helfe nicht entscheidend, weil viele Verpackungen wegen ihrer verschiedenen Beschichtungen nicht wiederverwertbar sind.

In der anschließenden Diskussion drehte sich alles um die Frage, was getan werden muss, um zumindest eine Reduzierung des Plastikmülls zu erreichen. Natürlich sind wir alle als Verbraucher gefragt, so der Tenor der Versammlung. Wir könnten durch unser Einkaufsverhalten unseren Einfluss geltend machen.

Wichtig für die NF und die Vertreter der anderen anwesenden Umweltgruppen sei aber darüber hinaus, Industrie und Politik in die Pflicht zu nehmen. Ohne ordnungspolitische Vorgaben werde eine „Plastikwende“ nicht zu schaffen sein. Der Bezirksvorsitzende der NF, Bruno Barth, kündigte deshalb an, für den nächsten Bundeskongress der NF im März 2020 entsprechende Forderungen zu formulieren.

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