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Schüsse auf Linienbusse: Vier Taten in vier Nächten

Schüsse auf Linienbusse : Vier Taten in vier Nächten

Mehrere Beschüsse mit Stahlkugeln, immer in der Nacht, immer auf Busse, immer in Herzogenrath: Verletzt wurde bislang niemand. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes und sucht „dringend“ Zeugen.

Wie die Polizei Aachen am Mittwochmorgen mitteilte, werden seit knapp einer Woche immer wieder Busse in Herzogenrath-Straß beschossen. Seit vergangenen Donnerstag kam es zur Nachtzeit auf der Voccartstraße zu mehreren Beschüssen mit Stahlkugeln auf Omnibusse im Schienenersatz- und Linienverkehr, wobei Seitenscheiben der Busse beschädigt wurden, hieß es in einer Pressemitteilung. Personen seien dabei nicht verletzt worden, so die Polizei.

Insgesamt soll es sich nach Informationen unserer Zeitung um vier Taten in vier Nächten handeln. Der jüngste Vorfall ist in der Nacht auf Mittwoch registriert worden. Im Zusammenhang mit der Aseag habe es einen Vorfall gegeben, bestätigt der Mobilitätsanbieter aus Aachen auf Anfrage. „Betroffen war der Bus eines unserer Auftragsunternehmen“, erklärt Aseag-Pressesprecher Paul Heesel. Demnach sei die Außenscheibe von Tür 2 beschädigt worden, die Innenscheibe jedoch intakt geblieben.

Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen ermitteln nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Kripo hat die Ermittlungen in der Sache aufgenommen.

Alle Fahrgäste der betroffenen Busse werden „dringend gebeten“, sich mit der Polizei unter 0241/957731101 (außerhalb der Bürozeiten unter 0241/957734210) in Verbindung zu setzen. Ebenso werden Anwohner und Passanten, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Zudem besteht die Möglichkeit, Hinweise – auch anonym – über das Hinweisportal der Polizei NRW nrw.hinweisportal.de abzugeben.

Wir berichten weiter.

(red/pol)