Rodas SPD einstimmig für Dr. Benjamin Fadavian

Kommunalwahl 2020 : Einstimmiges Votum für Dr. Benjamin Fadavian

Jetzt steht es fest: Der Aachener Dr. Benjamin Fadavian soll fürs Bürgermeisteramt in Herzogenrath für die SPD ins Rennen gehen. Er wurde einstimmig nominiert.

Die SPD Herzogenrath geht mit dem 29-jährigen Dr. Benjamin Fadavian als Kandidat für den Posten des Bürgermeisters in den Kommunalwahlkampf 2020. Er wurde von den Delegierten einstimmig nominiert. Fadavian, seit 2006 SPD-Mitglied, soll nach Meinung der Genossinnen und Genossen am 13. September 2020 zum Nachfolger von Christoph von den Driesch (CDU) gewählt werden, der bekanntlich nicht erneut antritt.

Zur Person: Dr. Benjamin Fadavian wurde am 27. April 1990 in Aachen geboren und machte 2009 Abitur am Einhard-Gymnasium. Er ist deutsch-iranischer Herkunft und studierte an der Universität zu Köln Rechtswissenschaften. 2017 promovierte er mit einer Arbeit über die verfassungsrechtlichen Grenzen interkommunaler Zusammenarbeit. Seine Arbeit wurde mit summa cum laude bewertet und dem Promotionspreis der Kölner Fakultät für Rechtswissenschaften ausgezeichnet.

Bei seiner Rede vor den anwesenden Parteimitgliedern stellte Fadavian seine Vision vor. So möchte er die Stadt für alle Bevölkerungsschichten attraktiv machen. Ein „Klima aus Zuversicht, Tatendrang und Gemeinschaft“ möchte der Jurist entstehen lassen. Allen Kindern soll durch kostenlose Bildung die Chance auf eine gute Zukunft gegeben sein, ganz egal, welche Vergangenheit sie haben oder in welchem Teil Herzogenraths sie leben. Fadavian betonte jedoch auch, dass es wichtig sei, die ältere Generation nicht zu vergessen, die aufgrund des demografischen Wandels einen immer größeren Teil der Gesellschaft einnehmen werde.

Ein Augenmerk will Fadavian auch im Falle einer erfolgreichen Wahl auf die Freizeitmöglichkeiten in der Stadt legen. So sollen die Herzogenrather nicht mehr nur aus der Stadt rausfahren, um sich Freizeitaktivitäten hinzugeben, vielmehr soll die eigene Stadt in dieser Hinsicht attraktiver werden und ihre Möglichkeiten besser ausschöpfen. Wichtig sei auch, die Zusammenarbeit mit der niederländischen Nachbarstadt Kerkrade weiter auszubauen und die insgesamt 90.000 Einwohner beider Städte besser zu vernetzen.

Man werde Investitionen tätigen müssen, um die Stadt voranzutreiben. Schulen sollen Schülern technisches Knowhow vermitteln, das heute essenziell für den Berufsalltag ist, dabei aber nicht die zwischenmenschliche Komponente verlieren. Die Stadt soll auch im Bereich Internetgeschwindigkeit die besten Voraussetzungen bieten. Ganz sozialdemokratisch will sich Fadavian auch für die Arbeiter einsetzen, für die ein Renteneintritt mit 67 bei harter körperlicher Arbeit große Probleme bereitet. „Herzogenrath soll die Stadt sein, in der Handwerker und Wissenschaftler gut leben können“, sagte der Jurist dazu.

„Nie von oben herab“

Fadavian wäre bei einer erfolgreichen Wahl mit dann 30 Jahren ein sehr junger Bürgermeister. Er gestand, dass es ihm in einigen Bereichen an Erfahrung fehle und er sicherlich vieles lernen müsse, betonte aber, dass er seine gesamte Energie dafür aufbringen werde, die Stadt Herzogenrath zu verbessern. Als Bürgermeister, „der von oben auf die Dinge schaut, aber nie von oben herab“. Er will im Wahlkampf nah am Volk sein und die Bewohner von sich überzeugen. „Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Aber man darf nicht vor Angst vor den Spänen das Hobeln einstellen“, kündigte Fadavian seine Arbeitsbereitschaft für den Wahlkampf an. Die Anwesenden spendeten ihrem Bürgermeisterkandidaten tosenden Applaus.

(nc)
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