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Umzug in alte Fabrik: Regenbogenschule erste Mieterin im „Nadelmacher Quartier“

Umzug in alte Fabrik : Regenbogenschule erste Mieterin im „Nadelmacher Quartier“

Geburtenstarke Jahrgänge und steigende Schülerzahlen brachten die Herzogenrather Grundschule in Raumnot. Nächster Umzug in drei Jahren.

Die Nadelfabrikation hat die Herzogenrather Stadtgeschichte stark geprägt. Im Jahre 1889 wurde das Werk an der Leonhardstraße von Rudolf Schmetz eröffnet und avancierte im 20. Jahrhundert zur weltweit führenden Produktionsstätte für Nadelsysteme. Nach über 130 Jahren endete in Herzogenrath die Ära der Nadelproduktion mit der Verlegung des Unternehmenssitzes an einen anderen Standort. Zurück blieb ein geschichtsträchtiger Ort im Zentrum der Stadt, dem nun ein neues, zeitgemäßes Gesicht verliehen werden soll.

Die Gebäude der ehemaligen Nadelfabrik werden mittlerweile von den Erben in der SCM Grundstücksmanagement GmbH betreut, mit dem Ziel, in dem „Nadelmacher Quartier“ Raum für Gewerbe, Wohnen sowie Forschung und Entwicklung zu schaffen. Den Start hat die ebenfalls an der Leonhardstraße ansässige Regenbogenschule gemacht, die als erste Mieterin das neue „Nadelmacher Quartier“ zu schulischen Zwecken nutzt. „Durch die steigenden Geburtenzahlen stieg auch unsere Klassenzahl sukzessive. Im kommenden Jahr haben wir in allen Jahrgängen drei Klassen zu unterrichten. Parallel dazu steigt auch der Bedarf an OGS-Plätzen, sodass wir eine Lösung für das fehlende Raumangebot benötigten“, berichtet Schulleiterin Astrid Lauber. Am Hauptstandort in der Leonhardstraße werden derzeit rund 280 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Seit kurzem dienen rund 400 Quadratmeter Gebäudefläche im Querriegel des früheren Fabrikgebäudes als Unterrichtsräume. Auf dem kurzen Weg wechseln jetzt täglich kleine Schülergruppen die Straßenseite, um dort zum Beispiel herkunftssprachlichen Unterricht oder musikalische Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Musikschule wahrzunehmen.

In drei Jahren wird die an der Leonhardstraße ansässige Förderschule nach Kohlscheid ziehen, sodass sich die Platzsituation wieder entzerrt und zusätzlicher Raumbedarf nach Angaben der Verwaltung nicht mehr nötig sein wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses traditionsreiche Gebäude wiederbeleben können und jetzt so viele Kinder hier unterkommen. Die weitere Gestaltung dieses historischen Quartiers in einem modernen Kontext ist für uns eine große Herausforderung und Aufgabe, der wir uns engagiert stellen“, erläutern die Projektentwickler Andrea und Guido Schmetz.

Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian freut sich über die gelungene Kooperation: „Mit diesem Projekt können wir die beengte Raumsituation für die kommenden drei Jahre an der Regenbogenschule entlasten und eine räumlich nah gelegene Lösung finden. Ein hervorragendes Ergebnis, das von allen Beteiligten bestens realisiert wurde.“ (red)

(red)