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Herzogenrather Delegation beim Solidaritätslauf

Solidaritätslauf : Die Vierstelligkeit nur um Haaresbreite verfehlt

Zwölf „Walker“ und Läufer hatte die „Sankt-Willibrord-Delegation“ für den zurückliegenden Aachener Solidaritätslauf für Menschen ohne Erwerbsarbeit an den Start bringen können.

Insgesamt 179 Mal spulten die eifrigen Sportler die Strecke vom Aachener Markt über Kloster- und Münsterplatz bis hin zur Krämerstraße und zurück zum Startpunkt ab. Die Sponsoren der einzelnen „Rundendreher“ kamen dabei ordentlich ins Schwitzen – erst kurz vor der Zahl von 1000 Euro kam das „Taxameter“ schließlich zum stehen.

Nach dem Fifty-Fifty-Prinzip des Soli-Laufs geht die Hälfte des erlaufenen Betrags einer jeden Gruppe an eine individuell bestimmbare Einrichtung. Da Sankt-Willibrord seit Jahren für das Gebrauchtwarenkaufhaus Patchwork in Merkstein läuft, konnte den Verantwortlichen nun die stolze Summe von 496,15€ übergeben werden. „Das schöne Wetter hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir gemeinsam ein so tolles Ergebnis erzielen konnten“, erzählte Wilfried Hammers, Vorsitzender des Fördervereins für Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen (Träger des Gebrauchtwarenkaufhaus Patchwork).

Die Organisation der Veranstaltung habe sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nochmals verbessert. Nachdem der letztjährige Lauf aufgrund von terminlichen Engpässen beim Aachener September Special um 15 Minuten verkürzt werden musste, konnte alle Teilnehmer nun wieder das volle Zeitfenster ausschöpfen.

Zwei Kinder des Kinderheims Sankt Hermann-Josef in Merkstein, welches auch in diesem Jahr wieder seine läuferische Unterstützung zugesagt hatte, durften den Startschuss geben. Läufer und Walker teilten ab der ersten Sekunde die Straßenbreite unter sich auf, sodass niemand behindert wurde. „Die entstandene Rettungsgasse wurde zum Glück nicht gebraucht“, bemerkte Hammers schmunzelnd.

An der Streckenbegrenzung hatte sich das „Team-Patchwork“ zum Anfeuern eingefunden. Fünf Mitarbeiter des Kaufhauses hatten den Weg an ihrem freien Tag nach Aachen gefunden, während Kaufhausleiter Werner Wilfing als ehrenamtlicher Ordner für die Sicherheit an der Strecke sorgte. Für die Ordnungskräfte war es ein entspannter Tag. Aachener Gebäck und herrlich duftender Kaffee wurde zur Stärkung gereicht, während vom Katschhof her das Samba-Flair des September Specials herüber wehte. Für das Rahmenprogramm des Laufs hatte das „Klösterchen“ eine koreanische Trommlergruppe aus den eigenen Reihen mitgebracht.

Im Patchwork wurde nun die offizielle Urkunde überreicht, das Geld wird in wenigen Tagen auf das Konto des Gebrauchtwarenkaufhauses überwiesen. Noch ist nicht endgültig entschieden, was mit dem Betrag getan wird. Möglich sei es laut den Verantwortlichen, dass Näh- und Bügelmaschinen für die Werkstatt im Patchwork angeschafft werden.

Das Kaufhaus hat zur Zeit einen Auszubildenden zum Maßschneider – das neue Gerät wäre eine große Hilfe für die weitere Arbeit. Die Näh-Gruppe des Patchworks hatte sich schon im Vorfeld des Laufs selbst übertroffen: In mühevoller Kleinarbeit wurden Armbänder, Handtaschen und Schlüsselanhänger genäht und bestickt, um sie an die erfolgreichen Läufer als Andenken zu verschenken.

(yl)