Herzogenrath: Bebauungsplan "Herz-Jesu" am Dienstag im Stadtrat

Bebauungsplan „Herz-Jesu“ in Herzogenrath : Satzungsbeschluss am Dienstag im Stadtrat

Für ein Bauvorhaben braucht es einen langen Atem, Beispiel Bebauungsplan „Kindergarten Herz-Jesu“ in Herzogenrath: Der Antrag erfolgte im Januar 2014, der Satzungsbeschluss steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Stadtrats.

Der Antrag der Kirchengemeinde St. Willibrord auf Aufstellung eines Bebauungsplans samt entsprechender Anpassung des Flächennutzungsplans geht auf Ende Januar 2014 zurück. Auf einem rund 10.500 Quadratmeter großen Karree zwischen Geilenkirchener Straße, Herz-Jesu-Weg, Rue de Plérin und dem Grundstück des Lebensmitteldiscounters gegenüber dem Rathaus, bislang kircheneigenes Land, sollen insgesamt 37 Wohneinheiten entstehen, dazu ein Café, so die Pläne der Kirchengemeinde und eines Aachener Investors. Seitdem ist viel passiert, alldieweil: Der einzige Bagger, der bislang auf dem avisierten Gelände tätig war, hat das alte Pfarrhaus abgerissen, um Platz fürs geplante neue zu schaffen. 

Im Juni 2015 war der städtebauliche Vorentwurf beraten und auf Basis von Anregungen der Politik überarbeitet worden. Im November 2016 gab es den Aufstellungsbeschluss für das Bauleitplanverfahren – gemäß Paragraph 13a Baugesetzbuch als „beschleunigtes“ Verfahren. Diverse Gutachten mussten erstellt werden,  von Vorprüfungen in Sachen Umwelt und Artenschutz über Baumbewertungen, Schall, Verkehrsführung bis hin zur Geotechnik.

Im Februar 2017 folgte die Bürgerversammlung, einige Monate später dann die feierliche Verabschiedung von dem Gebäude, das 47 Jahre Zentrum der Gemeinde gewesen war. Ende vergangenen Jahres lag der Bebauungsplanentwurf I/57 „Kindergarten Herz-Jesu“ öffentlich aus. Es folgte die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen und im jüngsten Umwelt- und Planungsausschuss schließlich die Empfehlung unter anderem für den Satzungsbeschluss im Stadtrat am Dienstag, 26. März (Sitzung ab 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses).

Die Kirchengemeinde möchte Bauherrin werden für ein Mehrfamilienhaus mit sieben Eigentumswohnungen und ein Mietshaus mit zehn Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwei Volletagen und einem Staffelgeschoss für insgesamt 20 Wohnungen möchte der private Investor an der Geilenkirchener Straße errichten. Das Eckgrundstück, rund 3000 Quadratmeter groß, war für eine Bäckerei-Filiale mit Café vorgesehen. Dass der erste Spatenstich für das umfassende Vorhaben noch in 2018 erfolgen möge, war ein großer Wunsch gewesen, den Pastor Heinz Intrau Ende 2017 im Gespräch mit unserer Zeitung äußerte. Vielleicht klappt es ja 2019 ...

Die Tagesordnung des Stadtrats sieht unter anderem noch den Erlass der Haushaltssatzung 2019 vor.