Erweiterung der Gesamtschule Kohlscheid im Zeitplan

Gesamtschul-Erweiterung in Kohlscheid : Bauteile werden bedarfsgerecht geliefert

Schlag auf Schlag werden an der Casinostraße die Bauelemente abgeladen: Der Rohbau für die Erweiterung der Maria Sibylla Merian Gesamtschule soll in gut drei Wochen fertig sein.

Anfang Mai war Baubeginn, seither ist an der Casinostraße in Kohlscheid ein mehrgeschossiger Baukomplex entstanden. Zusammengesetzt aus massiven Einzelteilen. Fast 600 Stück werden es sein, wenn der Rohbau für die Erweiterung der Maria Sibylla Merian Gesamtschule fertig ist und der Innenausbau beginnen kann.

Die Schulerweiterung wird L-förmig errichtet und an den Altbau angeschlossen. Auf dem zweigeschossigen Querbau ist die Decke schon drauf, in dieser Woche können hier die Abdichtarbeiten beginnen. „Am 13. November kommt auch auf den dreigeschossigen Bau die Decke und am 18. November die Attika“, sagt Diplom-Ingenieur Stefan Keppel, Projektleiter des Generalübernehmers, der Firma Goldbeck, nach einem bestätigenden Blick auf den taggenauen Bauplan. Den 11.11. hatte er ursprünglich als Datum der Rohbau-Fertigstellung ausgegeben. Das sei dann doch etwas ehrgeizig gewesen, bekennt er schmunzelnd.

Denn es könne halt immer mal vorkommen, dass ein Bauteil nicht genau passe. Ein anderer, nicht unwesentlicher Faktor ist der Straßenverkehr. Die einzelnen Elemente werden bedarfsgerecht gefertigt und geliefert. Steht der Transporter dann auf der Autobahn im Stau, hat der Fahrer des mächtigen Autokrans (Mastlänge 80 Meter) in Kohlscheid erst mal Pause.

In luftiger Höhe II: Projektleiter Stefan Keppel kontrolliert im Obergeschoss die Pläne. Deutlich sind die einzelnen Bauteile zu erkennen. Foto: Beatrix Oprée

Wie Lego-Teile werden die bei Goldbeck gefertigten Wände zusammengesetzt. Auf Längen bis zu zehn Meter kommen die tragenden Vollwandelemente, die der Kranführer punktgenau nach oben hievt. 7,50x3,50 Meter groß sind die prägenden Außenwandelemente, die komplett fertig, das heißt aus Stahlbeton gegossen mit Alufensterrahmen samt Scheiben und Sonnenblenden, geliefert werden. Nur noch Türen und Sonderfenster werden separat eingesetzt. Im Erdgeschoss und auf der ersten Etage indes sind rund zehn Wände konventionell gegossen worden. „Wir befinden uns hier in Erdbebenzone 3“, begründet Keppel. „Entsprechend höher muss die Gebäudeaussteifung ausfallen.“

Währenddessen warten schon wieder zwei lange Transporter auf der Casinostraße, die über die Länge des Gesamtschul-Geländes hinweg gesperrt werden musste. Keppel weiß um die Belastung für die Anwohner, die bald aber schon wieder beendet sei. Und er lobt: „Das Umfeld ist sehr kooperativ!“

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