1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Herzogenrath

Gleich und doch anders: Der Obelisk an der Geilenkirchener Straße in Merkstein

Gleich und doch anders : Der Obelisk an der Geilenkirchener Straße in Merkstein

Ein Obelisk aus Blaustein ist bis heute in Merkstein zu bewundern. Er erinnert an eine wechselvolle Geschichte.

Die alte Aufnahme zeigt einen preußischen Meilenstein an der Geilenkirchener Straße in der damaligen Gemeinde Merkstein um das Jahr 1935. Er erinnert an deren Ausbau zur „modernen Chaussee“ (Fernverkehrsstraße). Eine Entwicklung, die bereits unter den Äbten von Rolduc und nachfolgend unter französischer Herrschaft einsetzte. Um 1816 wurden die Straßen auf der westlichen Rheinseite mit Entfernungsangaben auf Holzpfählen im Abstand von jeweils 20 Ruten (= 75,32 Meter) markiert.

 Damals noch mitten auf dem Bürgersteig: der preußische Obelisk, aufgenommen in den 1930er Jahren.
Damals noch mitten auf dem Bürgersteig: der preußische Obelisk, aufgenommen in den 1930er Jahren. Foto: Wolfgang Sevenich

Diese Markierungen wurden 1817 durch Meilen-, Halbmeilen- und Viertelmeilensteine ersetzt. In den aus Blaustein bestehenden Meilensteinen war der preußische Adler mit Zepter und Reichsapfel eingehauen. Darunter stand die Entfernung in Meilen (1 Meile = 7,5 Kilometer) ab dem Nullpunkt, dem Karlsbrunnen auf dem Markt in Aachen.

Auf Grund einer neuen Straßenführung wurde der alte preußische Meilenstein im heutigen Stadtteil Merkstein versetzt – etwa 300 Meter nördlich seines ursprünglichen Standortes. Die neue Aufnahme zeigt den etwa drei Meter hohen Obelisk an seinem heutigen Standort in einer Anlage. 1982 wurde er unter Denkmalschutz gestellt.