1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Herzogenrath

Denkmal in Merkstein: Das Martinuskreuz erstrahlt in neuem Glanz

Denkmal in Merkstein : Das Martinuskreuz erstrahlt in neuem Glanz

Die Geschichte des Standortes des Martinuskreuzes gegenüber der Feuerwache in Merkstein reicht bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Jetzt wurde das Martinuskreuz restauriert.

 Ursprünglich hatte der Kriegerverein „St. Martinus 1868“ in Merkstein ein Kreuz errichten lassen.

Aus der Historie ist überbracht, dass dieser Verein großen Einfluss im Dorf gehabt haben musste, denn er erreichte eine Straßenumbenennung von der damaligen „Zeyenstrasse“ (benannt nach Pastor Leonhard Zeyen von 1822 bis 1873 an St. Willibrord) in die heutige Martinusstraße.

Im Jahr 1956 schuf Joachim Reul auf Initiative von Pastor Johannes Pelzer das Mosaikkreuz. Die Metalleinfassung fertigte Schmiedemeister Adolf Mommertz an. Pfarrer Heinz Intrau von der Pfarre St. Willibrord berichtet: „Ich kannte den Künstler Joachim Reul, persönlich und schätzte ihn sehr. Er ist im Jahr 2010 verstorben. In den vergangenen 26 Jahren beobachtete ich den Verfall des Kreuzes und kümmerte sich schließlich um dessen Restaurierung, die hervorragend gelungen ist. In dem neuen Kreuz wurden alte und neue Elemente harmonisch kombiniert und das Andenken an Herrn Reul bewahrt.“

Die Restaurierung zog sich einige Zeit hin, da zunächst ein Künstler oder eine Künstlerin gefunden werden musste, der oder die diese beeindruckende Mosaiktechnik beherrscht.

„Unser Betriebsamt wurde auf  Regina Leue durch die Aktion der Social Sofas, die mittlerweile an verschiedensten Stellen, so auch im Burghof von Burg Rode in Herzogenrath und in Kerkrade ausgestellt sind, aufmerksam. Die Sitzbänke in wunderschöner Mosaikarbeit ließen keine Zweifel, dass  Regina Leue dieses Wegekreuz wieder kunstvoll herrichten wird“, so Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian vor der Einsegnungszeremonie durch Pfarrer Intrau.

Die Künstlerin Regina Leue hat in der Tat das Kreuz mit großer Sorgfalt  wieder hergestellt: „Ich habe in meinem Atelier in Kerkrade alte und neue Steine zusammen gemischt und anschließend auf Glasmatten gearbeitet und verfugt. Vorbereitung, Planung und Ausführung haben insgesamt fast 200 Arbeitsstunden erfordert. Mein Ziel war es, den ursprünglichen Charakter in Kombination mit den neuen Elementen zu erhalten. Die Arbeit an diesem Projekt war eine Herausforderung und hat mir sehr große Freude gemacht.“

Das städtische Betriebsamt hat mit der Restaurierung der Mauer, die neu eingefugt und verputzt wurde, den Standort wieder ansehnlich hergerichtet. Der gelungene optische Gesamteindruck lässt das Martinuskreuz in Merkstein in vollem Glanz erstrahlen.

(red)