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Herzogenrath: Herzogenrath will Zahl der Schulabbrecher senken

Herzogenrath : Herzogenrath will Zahl der Schulabbrecher senken

Etwa acht Prozent der Schüler, das entspreche exakt 27 jungen Menschen, haben im vergangenen Jahr in Herzogenrath keine schulische Laufbahn beendet. Damit liege die Rodastadt und auch der Kreis Aachen mit einem Anteil von 7,3 Prozent über dem Landesdurchschnitt (6,9 Prozent).

Die Sozialdemokraten hatten daher im Vorfeld des Ausschusses für Bildung. Sport und Kultur die Verwaltung gebeten, den Stand der Dinge etwas näher zu durchleuchten.

Betroffen sind hauptsächlich drei Schulen. Die Erich-Kästner-Schule verließen im letzten Jahr 17 Schüler ohne Abschluss, an der städtischen Gesamtschule waren es acht Schüler und an der Käthe-Kollwitz-Schule einer. Auch in den Vorjahren sei es eine ähnliche Anzahl gewesen. Das städtische Gymnasium verließ lediglich 2006 ein Schüler ohne einen Schulabschluss.

Diese Maßnahmen reichten aber allein noch nicht aus, um den Schulabbrechern wieder Zukunftsperspektiven zu bieten, da waren sich die Fraktionen im Fachausschuss einig. So wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem Kreis Aachen Kontakt aufzunehmen, um geeignete Projekte für diese Schüler zu verwirklichen.

Die Volkshochschule und auch andere Bildungsträger sollen ebenfalls mit ins Boot geholt werden, etwa wenn es um die frühzeitige Beratung der Schüler geht. Beigeordneter Christoph von den Driesch regte an, das Nachholen von Schulabschlüssen innerhalb des VHS Zweckverbandes zu etablieren.

Wege, die der Schulträger beschreiten könne, müssten ebenfalls aufgezeigt werden, sagte Renate Gülpen (CDU). Ein sehr großer Teil der Möglichkeiten liege in der Hand der Schulen, „aber was wir tun können, wollen wir tun”, versprach Gülpen.