Theaterverein Oidtweiler im künstlerischen Trainingslager: Herrlich unübersichtlicher Schwank

Theaterverein Oidtweiler im künstlerischen Trainingslager : Herrlich unübersichtlicher Schwank

Verglichen mit einem Fußballteam würde man sagen, die letzten Trainingseindrücke sind hervorragend. Für seine „großen“ Spiele geht der Theaterverein 1985 Oidtweiler in die Feinabstimmung, um zur Aufführung des Schwankes „Geht die Katze, tanzen die Mäuse!“ auf den Punkt topfit zu sein.

Am Samstag, 29. September, ist im Saal des Parkrestaurants Werden um 18 Uhr (Einlass 17 Uhr) Premiere. Ein knappes halbes Jahr hat der Verein geprobt. In den vergangenen Wochen wurden die Übungsabende nochmals ausgebaut, berichtet Vorsitzender Felix Wimmer.

Theater besteht 33 Jahre

Er freut sich ebenso wie das Ensemble, viermal für die Freunde des 33 Jahre bestehenden Theaters bereitzustehen. Die Komödien der Oidtweiler Laiendarsteller sind bislang immer sehr beliebt gewesen und waren flugs ausverkauft.

Auch jetzt müssen sich Interessenten sputen, wenn sie sich ihre Plätze noch sichern möchten. Beim Zwei-Akter, den Beate Irmisch geschrieben hat, geht’s erneut „wie bei Hempels unterm Sofa“ zu.

Die herrschsüchtige Erika Brösel (gespielt von Sandra Hombach) muss nach einer Hüft-OP zur Kur. Darin erkennt ihr Mann Detlef (Dieter Heipertz) sofort einen Lichtblick. Er will die kurze Freiheit mit seinem Kumpel Eberhard (Wolfgang Gerlach) nach vielen Jahren wieder genießen. Aber Erika hat listig vorgebaut. Sie beauftragt ihre Freundin Klothilde (Tina Büttner) ihren Mann zu „beschatten“. Das tut „Kloti“ dann auch mit Hingabe.

Tolle Pläne

Und dann wird’s unübersichtlci. Detlefs Vater Kurt Brösel (Peter Fuhren) und Neffe Hannes (Michael Heilemeier) kommen mit tollen Plänen zum Strohwitwer, wie man die Tage und Abende gestalten kann. Brösels Liebschaft aus dem Altenheim, Hedwig Kalinke (Ingrid Haaren) sucht ihren Kurt, der zu einer gemeinsamen Reise nicht antrat. Die neugierige Johanna wird nun beauftragt, Häppchen zu liefern. Die Männer tricksen derweil so lange, bis sie es schaffen, in eine neueröffnete Bar zu entschwinden. Von dort werden sie allerdings von der Barfrau Pussi Lilli (Tanja Grotensohn) nach Hause gefahren. Dann überkommt Lilli plötzlich eine schwere Müdigkeit und sie übernachtet bei den Herren. Nun eskaliert die Situation. Von wegen, Papa allein zu Hause . . .!

Schräge Geschichte

Die Regisseurinnen Ingrid Harren und Sandra Hombach haben eine herrlich schräge Geschichte umgesetzt, die man im kölschen Millowitsch-Theater nicht besser hingekriegt hätte.

Nach der Premiere in Setterich hat der Theaterverein ein „Heimspiel“ im EWV-Treff an der Bahnhofstraße (20. Oktober, 19 Uhr). Danach geht es ins Baesweiler Zentrum. Am 27./28. Oktober gastiert das Ensemble im PZ des Gymnasiums und führt das Stück (Beginn 18 Uhr) zweimal auf. „Wir können aus organisatorischen Gründen leider keine Karten reservieren“, weist Ingrid Harren darauf hin, dass es die Tickets in nachstehenden Vorverkaufsstellen gibt: Sparkasse Setterich, Hauptstraße 79, Foto Lammertz, Kirchstraße 58, EWV-Treff, Bahnhofstraße 39 und Heißmangel Wimmer, Alsdorf, Broicher Straße 149A.

(mas)
Mehr von Aachener Zeitung