Würselen: Hans Maaßen gibt einen Ausblick auf die „Festwochen“ in der Düvelstadt

Würselen : Hans Maaßen gibt einen Ausblick auf die „Festwochen“ in der Düvelstadt

Jetzt geht wieder es Schlag auf Schlag: Fast an jedem Wochenende wird irgendwo Kirmes gefeiert, die „Festwochen“ der Jungenspiele nehmen bereits an diesem Freitag ihren lang erwearteten Anfang. Grund genug, mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele (AWJ e.V.), Hans Maaßen, einen Ausblick auf die bevorstehenden Veranstaltungen und Aktivitäten zu wagen.

Das Gespräch führte Markus Roß.

Herr Maaßen, in der Düvelstadt steigt das „Kirmesfieber“. Die Maibälle sind in fast allen Quartieren „durch“, bereits an diesem Freitag, 25. Mai, beginnen die „Festwochen“ der Würselener Jungenspiele mit der Kirmes in Euchen. Wie lief der Auftakt in diesem Jahr?

Hans Maaßen: Der Auftakt der Maibälle ist überwiegend wieder sehr positiv verlaufen, wobei noch ein Maiball gleichzeitig mit der Hauptkirmes in Euchen stattfindet. Durch die frühen Feiertage, verbunden mit Brückentagen im Mai, überschneiden sich halt die Termine. Die Jungenspiele sehen diese Problematik aber ganz locker. Immerhin findet die Großkirmes in Würselen zwei Wochen früher statt als im letzten Jahr.

Sind alle elf Jungenspiele wieder mit am Start?

Maaßen: Auf jeden Fall! Wir sind sehr froh darüber, dass alle elf Jungenspiele wieder mitmachen und sich mit geballter Stärke auf die Festwochenenden vorbereiten. Es ist immer wieder faszinierend, wie in den einzelnen Ortsteilen junge und jung gebliebene Menschen mit dazu beitragen, dass dieses schöne, Jahrhunderte alte Brauchtum weiterhin Bestand hat. Dass Besondere ist ja auch, dass in allen Quartieren die Jungenspiele ihren eigenen Charakter haben und auch behalten.

Sie sagten es bereits: In diesem Jahr geht es Schlag auf Schlag: Bis Anfang Juli wird an jedem Wochenende irgendwo Kirmes gefeiert. Wie sieht der Zeitplan genau aus?

Maaßen: Mit Beginn der Kirmessaison an diesem Wochenende in Euchen, wo wir den wohl größten Einzelfestzug erleben werden, geht es eine Woche später vom 1. bis 4. Juni in Linden- Neusen gleich weiter. Traditionell drei Wochen nach Pfingsten, also vom 8. bis 12 Juni, steht Würselen-Mitte Kopf und die Jungenspiele und Königsspiele aus Morsbach, Scherberg, Bissen, Markt-Preck, Oppen-Haal und Schweilbach-Teut laden zur Großkirmes ein. Am Kirmessonntag, 10. Juni, marschieren ab 18 Uhr wieder alle Würselener Jungenspiele die Kaiserstraße hoch — in jedem Jahr ein fantastisches Erlebnis! Bereits am Morgen um 10.15 Uhr präsentieren an diesem Tag die sechs innerstädtischen Jungenspiele beim großen Fahnenschwenken vor der Pfarrkirche St. Sebastian ihr akrobatisches Können. Zwei Wochen später, vom 22. bis 25. Juni, folgen Weiden und Nassau, bevor das Jungenspiel Bardenberg gemeinsam mit den Schützen vom 29. Juni bis 2. Juli zu einer Vielzahl von Top-Veranstaltungen einladen.

Wie sieht die Unterstützung dieses Jahrhunderte alten Brauchtums seitens der Schulen und anderen Organisationen und Institutionen aus?

Maaßen: Von vielen Seiten werden wir schon seit vielen Jahren von ganzem Herzen unterstützt. Falls es, sei es nur durch Missverständnisse, einmal irgendwo hakt, werden die Probleme so schnell wie möglich einvernehmlich gelöst. Nur gemeinsam kommen wir weiter und können etwas für unser schönes Brauchtum tun. Auch die Unterstützung seitens der Schulen hat sich in den letzten Jahren sehr zum Positiven hin entwickelt. Die meisten Schulen geben den vielen Pritschenkindern am Kirmesmontag frei. Dass die Kinder die Zukunft dieses schönen Brauchtums sind, ist wohlwollend anerkannt worden. Hierfür meinen herzlichen Dank an die Schulleitungen und Lehrerkollegien!

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