Baesweiler: Hallenbad Parkstraße in Baesweiler: Ein Jahr Zusammenrücken angesagt

Baesweiler: Hallenbad Parkstraße in Baesweiler: Ein Jahr Zusammenrücken angesagt

Die Bereitschaft ist da. Baesweilers Schwimmbadnutzer wollen enger zusammenrücken, wenn das Bad an der Parkstraße umgebaut und energetisch saniert wird. Das soll, so die aktuellen Planungen, „nach den Sommerferien 2017 beginnen“, nannte Bürgermeister Dr. Willi Linkens bei der Bürgerinformation einen konkreten Zeitpunkt.

In der Alten Scheune der Burg Baesweiler präsentierten der Bürgermeister, die Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel und einige weitere Verwaltungsmitarbeiter sowie der Planer Reinhardt Eule aus Gelsenkirchen, was man sich ausgedacht hat.

Reinhardt Eule vermittelte den Besuchern der Bürgerinformation „Energetische Sanierung des Hallenbades Parkstraße“ erste Eindrücke, wie das Bad innen und außen künftig aussehen könnte. Foto: Siggi Malinowski

Neben der energetischen Sanierung soll der Anbau eines Lehrschwimmbeckens in der Größe 12,50 x 10 Meter ein Schwerpunkt sein. Während der Umbauphase soll den Schwimmern das Becken in der Grengracht zur Verfügung stehen.

Gut 60 interessierte Bürger, zum Teil in Vereinen organisiert, waren gekommen, um sich die Pläne anzuschauen. Eingangs hatte Willi Linkens nochmals klargestellt: „Das Bad ist sehr gut ausgelastet, aber auch etwas in die Jahre gekommen.“

In beiden Bädern — an der Parkstraße und in der Grengracht — gibt es umfassende Angebote. Vereine nutzen die Bäder ebenso wie die Schulen für den Schwimmunterricht sowie Privatpersonen zum Erhalt der Fitness. „In der Bauphase werden wir alle etwas zusammenrücken müssen“, appellierte Willi Linkens. Auch, um „möglichst viele Angebote beibehalten zu können“.

Das Hallenbad Parkstraße ist in den 1970ern gebaut worden, das Schulschwimmbecken Grengracht stammt aus den 1960er Jahren. „Insgesamt ist an Umrüstungen zu wenig passiert“, sagte Linkens: „Vor allem beim Grengracht-Bad.“ Es sei gelungen, Fördermittel zu bekommen, um das Bad Parkstraße zu sanieren und gleichzeitig durch einen Anbau das Schwimmbad Grengracht zu ersetzen. Anbau und komplette Sanierung kosten 6,7 Millionen Euro, davon sind 5,8 Millionen Euro Fördermittel des Landes.

Wie das Hallenbad künftig aussehen soll, erklärte Planer Reinhardt Eule. Die Sauna im Keller entfällt, dafür gibt es dort dringend benötigte Personalräume sowie mehr Platz für die Technik. In unterschiedlichen Höhen, aber ohne Hubboden, werden die beiden Bäderbecken angelegt, die Umkleiden sind künftig nicht mehr „geschlechtergetrennt“, aber mit Einzel- und Sammelkabinen in beiden Geschossen versehen. Der Eingangsbereich, vornehmlich die Kasse, wird modernisiert, das Babyschwimmbecken wird in den Bereich des neuen Beckens integriert.

Die Fragen der Bürger betrafen vor allem die Anlage sowie künftige Nutzungsmöglichkeiten des Beckens im Anbau, der eine „optische Beziehung“ zum Hauptbad haben soll, so der Planer. Das Lehrbecken könne von allen Besuchern genutzt werden und bleibe nicht nur für den Schulsport reserviert.

Wenn die Halle Parkstraße in der Umbauphase geschlossen ist — zwölf Monate Bauzeit sind eingeplant — sollen verschiedene Angebote für die Bürger in der Grengracht vorgehalten werden. Bürgermeister Linkens: „Wir werden noch viele Gespräche mit Ihnen führen, um vertretbare Lösungen zu finden.“