Herzogenrath: Gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren im Blickpunkt

Herzogenrath: Gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren im Blickpunkt

Wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren ist, verdeutlichte Hartmut Prast, der Fachberater Chemie der Feuerwehr in der Städteregion Aachen, bei einem gemeinsamen Termin mit dem grünen Landtagsabgeordneten Reiner Priggen.

„Die Schadstoffwolke macht an der Grenze nicht Halt“, sagte Prast bei einem Treffen im Eurode-Business-Center (EBC), das mit seiner Lage, halb in Herzogenrath, halb in Kerkrade, sich bestens dazu eignet, über grenzüberschreitende Dinge in Deutschland und den Niederlanden zu verständigen.

So verfügt beispielsweise die Städteregion über ein Einsatzfahrzeug, dass während der Fahrt Werte über eine mögliche Schadstoffbelastung der Luft im Katastrophen- oder Brandfall messen und auswerten kann. Im Rahmen des trilateral angestoßenen „Emric+“-Projektes soll die Zusammenarbeit gerade im Gefahrenfall in der Grenznähe in Belgien, Deutschland und den Niederlanden verbessert werden. Zwar gibt es bereits eine langjährige Zusammenarbeit im Bereich der öffentlichen Sicherheit, doch sollen über Arbeits- und Lenkungsgruppen noch weitere Möglichkeiten geschaffen werden, die Vorteile bringen.

„Wir müssen einen flexiblen, aber auch rechtssicheren Einsatz der Feuerwehr bei der Grenzüberschreitung sichern“, betonte Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch in diesem Zusammenhang. Die Feuerwehr in Roda zeige auch anhand der immer noch mitgeführten Adapter für die unterschiedlichen Löschwasseranschlüsse exemplarisch auf, wie selbst bei scheinbar selbstverständlichen Aufgaben kleine Dinge eine große Rolle spielen könnten. Zwar gebe es, so erläuterte auch Hartmut Prast, Pläne für grenzüberschreitenden Katastrophenschutz, in denen detailliert aufgeführt sei, welches Einsatzmittel in welchem Bereich zuständig ist. Doch die rechtliche Frage bleibe nach wie vor „spannend“, wie Prast es formulierte.

Auch Personalfragen blieben bei diesem gemeinsamen Termin nicht unausgesprochen. „Die Feuerwehr ist schließlich der einzige Bereich, der überwiegend von Freiwilligen geleistet wird“, so Priggen. Hier sei die Frage, wie sich die Bereitschaft, in der Feuerwehr zu engagieren mit dem einerseits anstehenden demografischen Wandel und dem Wettbewerb im bürgerschaftlichen Engagement andererseits in Einklang bringen ließe. „Wir müssen das Ehrenamt stärker unterstützen“, schloss Priggen, was beispielsweise auch dadurch gelingen könnte, die Altersgrenze freiwillig anzuheben.

(mabie)
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