Nordkreis: Gute Teamarbeit: Löschzüge Alsdorf II und Oidtweiler üben

Nordkreis: Gute Teamarbeit: Löschzüge Alsdorf II und Oidtweiler üben

Es war ein trüber Tag, als die ländliche Ruhe in Alsdorf-Bettendorf durch die Martinshörner mehrerer Löschfahrzeuge abrupt beendet wurde. Schnell versammelten sich die Anwohner auf den Straßen, um zu sehen, was an der ehemaligen Gastwirtschaft Baesweilerstraße/Wendelinusstraße geschah.

Aus dem verlassenen Gebäude drang dichter Rauch, während ein geschockter Mann auf der Straße um Hilfe rief. Doch nicht weniger überrascht waren die Anwohner, als nicht nur Fahrzeuge der Alsdorfer Wehr, sondern auch solche der Feuerwehr Baesweiler mit dem Löschzug Oidtweiler vorfuhren.

Schnell wurde klar, der vermeintliche Brand in der Wirtschaft „Breuer“ war Teil einer Gemeinschaftsübung des Löschzuges II der Freiwilligen Feuerwehr Alsdorf und des Löschzugs Oidtweiler. Die Übungslage: Nach Mitteilung des Hausmeisters war es bei Sanierungsarbeiten zu einem Brand im ersten Obergeschoss gekommen. Trotz vergeblicher Löschversuche zweier Arbeiter im Gebäude, breitete sich das Feuer auf die gesamte Etage sowie den Dachstuhl aus und führte zu einer Verrauchung aller Etagen. Der Verbleib der beiden Arbeiter war dem Hausmeister nicht bekannt.

Die beiden Löschzüge leiteten die sofortige Menschenrettung ein. Über eine Steckleiter ging ein Trupp unter Atemschutz über ein Dachfenster vor, während weitere Trupps über die Eingangstüren in das Gebäude eindrangen. Trotz der starken Verrauchung gelang den Angriffstrupps eine zügige Rettung der beiden Vermissten.

Problematischer war jedoch die Betreuung des Hausmeisters, welcher mit aller Gewalt die Suche unterstützen wollte. In einem unbeobachteten Moment gelangte dieser über die Steckleiter der Feuerwehr auf das Vordach des Gebäudes und rief nach den beiden Arbeitern.

Schließlich gelang es, den „renitenten Helfer“ zu fassen und unter Obhut mehrerer Feuerwehrkameraden aus dem Gefahrenbereich zu führen. Eine weitere Brandbekämpfung konnte so ohne weitere Störungen von außen erfolgreich durchgeführt werden.

Nach knapp zwei Stunden konnten die insgesamt 31 Kräfte zum verdient geselligen Teil übergehen und den Abend am Gerätehaus Bettendorf gemeinsam ausklingen lassen.

Mehr von Aachener Zeitung