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Würselen: Gute Mischung mit starken Stimmen

Würselen : Gute Mischung mit starken Stimmen

„Ausverkauft - 200 Plätze haben wir belegt, mehr geht nicht”, so Sigrid Kerinnis vom Kulturbüro der Stadt Würselen. Wenn die A-cappella-Band „medlz” zu Gast im Alten Rathaus ist, wird es schwierig, auf die letzte Minute noch an gute Plätze zu kommen.

Denn die fünf „medlz” - das sind Bine, Nelly, Lydia, Mary und Silli aus Dresden - sind in Würselen nicht unbekannt. Kerinnis: „Sie sind bereits zum dritten Mal hier. Wenn die ,medlz kommen, brauchen wir keine Werbung zu machen. Die Fans sind immer hier.”

„Gemütlich und entspannt”

Nicht nur den Zuschauern gefallen die „medlz” und ihre Musik, sondern auch den „medlz” gefällt es in Würselen: „Wir sind gerne hier. Hier ist es immer total gemütlich und entspannt”, war die einstimmige Meinung der fünf Frauen.

Bine alias Sabine Kaufmann fügte hinzu: „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Songs das ausdrücken, was uns und den Menschen am Herzen liegt. Wir möchten das Publikum mit unserer Musik berühren und begeistern.”

Und das gelang ihnen wieder einmal perfekt. Denn ob gefühlvolle Ballade oder fetziger Popsong, das Publikum war fasziniert von diesem Ohrenschmaus der besonderen Art.

Von der, wie sie selber sagen, „einzigen A-cappella-Popband, die ausschließlich aus Frauen besteht”, hatte das Publikum viel erwartet - und wurde nicht enttäuscht: Großartige Stimmen, starke Effekte und eine ausgewogene Mischung aus Liedern verschiedener Genres ließen beim Publikum keine Langeweile aufkommen.

Inhalt des rund zweistündigen Programms waren, neben vielen feinen Eigenkompositionen, auch einige Coverstücke. So gab es neben „Aufgetaucht”, dem Titelsong des neuen Albums, auch eine Reise quer durch das aktuelle Popgeschehen.

Eine Zusammenstellung aus Stücken, wie unter anderem „36 Grad” von 2raumwohnung, „Stark” von Ich+Ich oder „Emanuela” von Fettes Brot ließ keine Wünsche offen. Jung und Alt waren begeistert vom Auftritt und der Musik im Kulturzentrum Altes Rathaus.

Einfaches Rezept

Das Rezept dafür? Ganz einfach: „Wir wollen nicht die Welt verändern und nicht den Zeigefinger erheben. Wir machen Musik, die ins Ohr geht und die von dem erzählt, was wir selbst sind: ,medlz´”, erklärte Bine.

Das neue Album mit dem Titel „Aufgetaucht” erscheint am 8. Mai. Fast alle Stücke stammen aus eigener Feder. Einzige Ausnahmen sind die Titel „Er küsst so gut”, geschrieben von Annette Humpe (Ich+Ich), und „Sex am Telefon” von Tobias Künzel (Die Prinzen).

Abgesehen von einzelnen Rhythmusspuren wurden alle Titel des Albums komplett a cappella produziert.