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Würselen: Gut gerüstet für die Verhandlungen

Würselen : Gut gerüstet für die Verhandlungen

Auf der Klausurtagung für die Betriebsräte und Vertrauensleute der Großbäckerei Kronenbrot in Schleiden-Gemünd sprachen sich die Funktionäre einstimmig für die Einführung eines „Mitglieder-Bonus” aus.

Damit hat die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) der Region Aachen für die im Frühjahr anstehenden Verhandlungen über einen neuen Haustarifvertrag einen eindeutigen Auftrag.

Beitrag soll sich lohnen

Betriebsratsvorsitzender Gerd Wacht, gleichzeitig Vorsitzender der NGG-Region Aachen: „Wir sehen nicht mehr ein, dass unsere Mitglieder, die dazu beigetragen haben, dass es überhaupt einen Tarifvertrag nach dem Austritt der Firma Kronenbrot aus dem Flächentarifvertrag NRW gibt, genauso behandelt werden wie die Beschäftigten, die dazu gar nichts beigetragen haben.” Die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft solle sich lohnen.

Wie ein solcher Bonus aussehen kann, führte Peter Mogga, Geschäftsführer der NGG-Region Aachen, aus: „Da kennt die Phantasie keine Grenzen. Ob mehr Urlaub, Jahressonderzuwendung, mehr Altersvorsorge oder mehr vermögenswirksame Leistungen - alles ist drin.” Abschließend befinden wird eine Mitgliederversammlung im Februar. Der Haustarifvertrag kann erstmals zum 31. März gekündigt werden.

Der Haustarifvertrag für die zirka 1200 Beschäftigten bei Kronenbrot in Würselen, Köln und Witten ist erstmals am 30. April diesen Jahres mit einer Laufzeit von zwölf Monaten zwischen der NGG und der Geschäftsleitung vereinbart worden. Die Gewerkschaft konnte seinerzeit eine zweiprozentige Lohnerhöhung vereinbaren. Darüber hinaus wurde ein Ausschluss von „Betriebsbedingten Kündigungen” und von „Outsourcingmassnahmen” festgeschrieben.

Abstriche

Auch wurde die „Optimierung der Arbeitsabläufe” und eine „Zielvereinbarung zur Sicherung der Arbeitsplätze und des wirtschaftlichen Fortbestehens” tarifvertraglich festgesetzt. Abstriche mussten die Angestellten bei der Jahressonderzuwendung (jetzt 100 Prozent) und der Feiertagsarbeit (jetzt 100 Prozent) machen, die auf zwölf Monate befristet sind.