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Baesweiler: Gütesiegel für Kulturarbeit in Baesweiler

Baesweiler : Gütesiegel für Kulturarbeit in Baesweiler

„Unsere Vereine und mit ihnen viele Bürger prägen das kulturelle Leben in unserer Stadt.”

„Nur so ist es möglich, dass wir für unser geplantes Kulturprogramm im nächsten Jahr zum großen Teil auf auswärtige Künstler verzichten und es mit eigenen Kräften gestalten können”, erklärte Beigeordneter Markus Leßmann im Ausschuss für Kultur, Partnerschaft, Sport und Vereinsförderung.

So soll im nächsten Jahr mit Hilfe eines Logos für „Kultur aus Baesweiler” geworben werden. „Hier werden wir traditionelle Veranstaltungen von Vereinen einbeziehen, aber auch neue Impulse und Ideen mit örtlichem Bezug einbringen”, meinte Leßmann. Das Gesamtkonzept werde zu Beginn des Jahres in einer Broschüre präsentiert.

An Traditionsveranstaltungen wie die beliebten Dämmerschoppen und die Weihnachtskonzerte mit Isolde Juchem wird im Jahr 2005 einer der Schwerpunkte das Kabarett sein. Geplant sind eine „Nabend-zusammen-Show” mit der Kölner Miro Entertainment Group sowie eine Veranstaltung mit dem Baesweiler Kabarettisten Jürgen Beckers am Donnerstag, 24. Februar.

Auch ein klassisches Konzert mit den Lovericher Geschwistern Koltun sowie Auftritte Baesweiler Chöre und Musikgruppen sind vorgesehen. Freunde des Theaters dürfen sich jetzt schon auf ein neues Stück des Theatervereins Oidtweiler sowie auf Vorstellungen des Grenzlandtheaters freuen.

Natürlich wird es auch wieder eine Woche der Jugend mit dem „Lach-Möwen-Löwen-Tag” geben. Nicht zu vergessen die Woche der Senioren mit den beiden Großveranstaltungen. Auch die Kunst kommt nicht zu kurz. In der konkreten Planung sind eine Ausstellung zweier rumänischer Künstler aus Siebenbürgen sowie eine von Schülerinnen der Künstlerin Renate Müller-Drehsen.

Elvira Resch-Beckers von Bündnis 90/Die Grünen bat die Verwaltung, Veranstaltungen für Menschen unterschiedlicher Kulturen ins Programm einzubringen. Die Dämmerschoppen in Baesweiler und Setterich eigneten sich zum Beispiel gut, verschiedene Musik- und Folkloregruppen mit einzubinden.

„Wir können nicht erwarten, dass ausländische Mitbürger von sich aus auf uns zukommen. Doch sie wären bestimmt dankbar, wenn wir sie ansprechen und um Beteiligung an kulturellen Veranstaltungen bitten”, sagte sie.

Markus Leßmann verwies auf das bestehende Angebot der Stadt, alle zwei Jahre Tage der ausländischen Mitbürger anzubieten, die gut angenommen würden. Von diesen beiden Tagen sei immer nur der Frauentag gut besucht gewesen, meinte Elvira Resch-Beckers.

„Die Resonanz auf den Familientag für ausländische und deutsche Mitbürger ließ sehr zu wünschen übrig. Von deutscher Seite waren allenfalls Funktionsbürger anwesend”, kritisierte sie und hielt an ihrer Idee fest, Ausländer mehr als bisher ins normale Kulturleben Baesweilers zu integrieren.

Ausschuss-Sprecher Ferdi Reinartz (CDU) plädierte in diesem Zusammenhang dafür, die gute Kontaktpflege zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern, die über Kindergärten und Schulen besteht, auszubauen.