Alsdorf: Grundschulen: Schüler müssen aus Klassenräumen raus

Alsdorf: Grundschulen: Schüler müssen aus Klassenräumen raus

Während die Schüler der Alsdorfer Gemeinschaftsgrundschulen in Ofden und Kellersberg/Ost gerade ihre Ferien genießen, wird an ihren Schulgebäuden kräftig geackert. Die energetische Sanierung steht auf dem Programm.

Die Ofdener Schule erhält ein neues Dach auf rund 1200 Quadratmetern mit moderner Wärmedämmung. „Bisher wurden dort alte Wellplatten als Deckeneindeckung genutzt“, erklärt Kathrin Koppe, Geschäftsführerin der Grund- und Stadtentwicklung GmbH (GSG), einer Gesellschaft der Stadt Alsdorf. Diese werden nun durch Trapezprofiltafeln aus Aluminium ersetzt. Auch eine Geschossdeckenisolierung wird eingebunden.

Rund 450.000 Euro kostet das neue Dach, das im Rahmen des Kommunalinvestitionsgesetzes (KIG) in Nordrhein-Westfalen zu 90 Prozent vom Land finanziell gefördert wird.

Bereits während der Sommerferien des vergangenen Jahres wurden die Maßnahmen der energetischen Sanierung in der Grundschule begonnen.

Damals wurden 48 Fenster erneuert. 40.000 Euro kostete das, ebenfalls vom Land finanziert.

Auch in der Gemeinschaftsgrundschule Kellersberg/Ost sind die Handwerker zugange. Der Anbau der Turnhalle erhält ein neues Flachdach. Hinzu kommen 13 neue Fenster; darüber hinaus wird ein Wärmedämmverbundsystem angebracht. Auch die Fassadenkonstruktion des Schulgebäudes wird energetisch erneuert: Sie erhält eine Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Metall

Es ist eine Konstruktionsmethode, mit der sich äußerst filigrane Glasfassaden herstellen lassen. Diese werden aus dreifachverglasten Fenster bestehen. Das Gesamtbudget liegt hier bei rund 925.000 Euro. Auch diese Summe wird zu 90 Prozent vom Land gefördert.

Der größte Teil der Sanierung soll noch während der Sommerferien über die Bühne gehen. Danach wird noch bis voraussichtlich Februar weitergearbeitet. „Je zwei übereinanderliegende Klassenräume werden für den Unterricht geschlossen, natürlich in Abstimmung mit der Schule“, erläutert Koppe. Die Schüler ziehen für die Zeit der Arbeiten in andere Räume um. So kann ein ununterbrochener Unterricht gewährleistet werden.

„In den Schulen und auch im Kita-Bereich hat es sehr viel Nachholbedarf gegeben“, bedauert Bürgermeister Alfred Sonders bei einer Vorort-Begehung der Ofdener Schule. Fast 80 Millionen Euro seien in den vergangenen Jahren in den Ausbau, die Sanierung und Modernisierung von Schulen gesteckt worden. „Das sieht man“, ist er sich sicher.

Für die Zukunft ständen eine Erweiterung der Ganztagsbetreuung und die Digitalisierung im Vordergrund. „Bis 2020 soll für jede Alsdorfer Schule schnelles Internet möglich gemacht werden, Glasfaser bis in jeden Klassenraum“, betont der Bürgermeister. Die Schüler, zumindest die der weiterführenden Ausbildungsstätten, sollten sich mit ihren eigenen Endgeräten ins WLAN der Gebäude einloggen können.