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Alsdorf: Grüne: Chancen für Ablösung stehen gut

Alsdorf : Grüne: Chancen für Ablösung stehen gut

Was im Dezember noch in Vorstandskreisen die Runde machte, aber doch schnell in die Öffentlichkeit geriet, ist nun offiziell: Beatrix Schongen tritt an als Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin der Stadt.

Bei einer gut besuchten Mitgliederversammlung in Kellersberg wählten Bündnis 90/Die Grünen unter Sitzungsleitung des langjährigen Kreisschatzmeisters Heinz Cranen ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 26. September.

„Ein Verwalter”

Erwartungsgemäß wurde die Lehrerin Beatrix Schonen (Warden) mit großer Mehrheit zur Bürgermeisterkandidatin gewählt. In ihrer Bewerbungsrede hatte sie deutlich gemacht, dass Sie als „Kandidatin aus der Mitte der Bürger/innen” gegen die beiden Konkurrenten aus der Stadtverwaltung antreten will: „Helmut Klein, der gemeinsame Kandidat von CDU und SPD, lässt jegliche zukunftsweisende Vision für Alsdorf vermissen und präsentiert sich in erster Linie als Verwalter. Wichtig wären aber auch Konzepte für die Sanierung unserer Schulen, die Erhaltung der sozialen Angebote auch in schwierigen Zeiten, aber auch die Unterstützung der Eigeninitiative unserer Bürgerinnen und Bürger. Hierzu hört man von Herrn Klein nichts!”

Ohne Überraschungen

Überraschungen bei der Besetzung der Reserveliste für den Stadtrat gab es ebenso nicht, wie aus der Versammlung berichtet wird. Die Stadtverordneten Horst-Dieter Heidenreich und Friedel Wirtz nahmen mit überwältigender Mehrheit wieder die Plätze 1 und 2 ein.

Horst-Dieter Heidenreich, mit fast 20 Jahren Ratserfahrung dienstältester Grüner in der Stadtvertretung, beklagte u.a. die „verkehrspolitische Inkompetenz” der großen Koalition von SPD und CDU: „Anstatt der Euregiobahn endlich den Weg zu ebnen, wollen Hambücker, Rinkens und Gefolgsleute lieber mit der B57n die Umgehungsstraße der Umgehungsstraße sowie isolierte Bushöfe und Kreisverkehre an Stellen bauen, die von allen Experten als absolut unsinnig bezeichnet werden.” Nicht nur weil deren Stadtentwicklungspolitik „eine Katastrophe” sei, müsste die Koalition Hambücker/Rinkens abgelöst werden, so Horst-Dieter Heidenreich.

In die gleiche Kerbe schlug Friedel Wirtz, der sich im Bereich Personal und Steuerung sowie Gebäudewirtschaft intensiv mit der vom Dauerkonflikt zwischen Bürgermeister Schwake und den Fraktionschefs von SPD und CDU geprägten Situation im Rathaus auseinandersetzt und Missständen nachgeht. Wirtz: „Es wird Zeit, dass das Rathaus endlich ein modernes Dienstleistungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger wird.”

Diese Perspektive sehen die Grünen nur dann, wenn nach dem Weggang von Bürgermeister Schwake „auch die selbst ernannten Nebenverwaltungschefs Hambücker und Rinkens abgelöst werden”. Friedel Wirtz weiter: „Die Chancen dafür sind gut!”