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Herzogenrath: Groten will Kontakte fürs Kulturforum nutzen

Herzogenrath : Groten will Kontakte fürs Kulturforum nutzen

Das "Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath in der Euregio" hat einen neuen Vorsitzenden: Bernd Groten. Er löst nach fünf Jahren Norbert Königs ab.

Königs, der auf 33 Ausstellungen während seiner Amtszeit zurückblicken kann, hinterlasse "einen gut positionierten Verein, der mittlerweile im Besitz von mehr als 100 Kunstwerken ist", dankte Bernd Groten dem scheidenden Vorsitzenden für sein Engagement. Diese Kunstsammlung bilde die Basis für das geplante Stadt- und Kreismuseum in Herzogenrath.

Im Gespräch ist hierfür seit längerem das Bahnhofsgebäude in Herzogenrath. Die Weichen ab dem kommenden Jahr hier feste Ausstellungsräume zu finden, scheinen gestellt. Das sieht nicht nur Bernd Groten so, sondern auch Bürgermeister Gerd Zimmermann. Regional tätige Künstler, die im Bahnhofsgebäude ausstellen wollen, sind aufgerufen, sich beim "Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath in der Euregio" zu melden.

Bernd Groten ist in der euregionalen Kunstszene kein Unbekannter. Als gebürtiger Herzogenrather lebt der Fotojournalist mit seiner Ehefrau, der Malerin Angelika Kühnen, in Stolberg-Vicht. Gemeinsam leiten sie den Europäischen Kunsthof und organisieren rund 20 nationale und internationale Ausstellungen.

Kleine "Documenta"

Seine guten Kontakte in der Kunstszene möchte Groten für die Arbeit im "Forum für Kunst und Kultur" nutzen, um namhafte Kunst in die Bockreiterstadt zu bringen. Neue "Akzente" möchten er und sein neuer Vize, der Maler Karl Heinz Henerici, in den kommenden Jahren setzen. Gedacht ist unter anderem an eine kleine "Documenta" als ständige Einrichtung.

An den bisherigen Ausstellungsorten wie der "Aseag Energie" in Kohlscheid, der Sparkasse in Herzogenrath oder dem Rathaus soll dabei nicht gerüttelt werden - sie bleiben erhalten. Gleichfalls sollen die gewachsenen Kontakte zu den hiesigen Schulen gepflegt und ausgebaut werden.

Darüber hinaus haben Bernd Groten und sein Team eine reizvolle Vision: Ein Skulpturenprojekt auf dem ehemaligen Zechengelände in Merkstein in die Tat umzusetzen. Des weiteren, so der neue Vorsitzende, solle die Stadt Herzogenrath den so genannten "weichen Standortfaktor Kunst" stärker als bisher in der Eigenwerbung positionieren. Denn: "Kunst und Kultur können regional und überregional sehr wichtige Werbeträger für eine Stadt wie Herzogenrath sein." Zudem wünscht sich Bernd Groten, dass künftig auch Politik und Geschäftswelt mitziehen.