Alsdorf: Großzügige Spenden an ehrenamtliche Institutionen verteilt

Alsdorf: Großzügige Spenden an ehrenamtliche Institutionen verteilt

Seit 2015 sind mehr als eine halbe Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Eine große Herausforderung für viele Städte und Kommunen, die vor allem durch ehrenamtliche Helfer und Organisationen gemeistert wird.

Damit die Flüchtlinge integriert werden können, dürfen sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der ABBBA Treff, die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und die Falken über eine großzügige Spende freuen. Bürgermeister Alfred Sonders überreichte entsprechende Schecks der Sparkasse Aachen in Höhe von insgesamt 9500 Euro.

Mittlerweile sind 680 Flüchtlinge auf unterschiedliche Einrichtungen der Stadt Alsdorf vereilt, die beherbergt werden müssen, so Sonders.

Er freue sich, dass ein großes Netzwerk an Hilfsorganisationen in Alsdorf entstanden ist, das den Flüchtlingen zur Seite steht. „Gerade wenn man das Drama an der Grenze zu Mazedonien sieht, weiß man, dass wir mit weiteren Flüchtlingen rechnen müssen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass ehrenamtliche Institutionen gefördert werden“, so der Bürgermeister. Der Spendenbetrag setze sich aus einem Anteil des PS-Lotterie-Sparens der Sparkasse zusammen. Der größere Teil der Einzahlung eines Kunden komme auf das Sparkonto, mit dem anderen Teil des Geldes wird ein Lotterielos gekauft. Mit 25 Cent des Lotterieanteils unterstützt man gemeinnützige Projekte in der Region, erklärte Manfred Aretz, Gebietsdirektor der Sparkasse Alsdorf.

Sprachkurse für Flüchtlinge

Beate Kuhn von den Falken erhielt 2000 Euro, die sie vor allem für Ausflüge, aber auch für Sprachkurse investieren möchte. In Gesprächen mit den Flüchtlingen habe sie immer wieder erfahren, dass der Wunsch, Kontakte zu knüpfen, sehr groß sei. In Alsdorf setzen sich die Falken mit der Gruppe „Flüchtlinge willkommen“ für die Verbesserung der Lage ein. Die Ehrenamtler packen und verteilen Begrüßungspakete oder laden zu Kochnachmittagen ein. Sie treten für die Aufnahme von Flüchtlingen und die Verbesserung ihrer rechtlichen Situation ein

Der ABBBA-Treff in Alsdorf, ein Zusammenschluss aus vielen Trägern, wurde mit 5000 Euro ausgestattet. Claus-Ulrich Lamberty, ABBBA-Vorstandsmitglied, betonte, dass durch die finanzielle Hilfe das Beratungsangebot erweitert werden kann. Neben Dolmetscherkursen, biete ABBBA unter anderem Schul- und Ausbildungslotsen-Programme an. Weitere 2000 Euro gingen an das Deutsche Rote Kreuz und 500 Euro an das Technische Hilfswerk.

(pia)
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