Herzogenrath: Großer Kulturabend im Gymnasium Herzogenrath

Herzogenrath: Großer Kulturabend im Gymnasium Herzogenrath

„Kultur pur“ — Der Name ist hier Programm: Während auf der Bühne im Foyer des Gymnasiums Herzogenrath die Bläserklasse ihren großen Auftritt meistert, bestaunen in der Aula begeisterte Mitschüler, Lehrer und Eltern die Aufführung der Zirkus-AG.

„Diesmal sind so viele Besucher da wie lange nicht mehr. Die Stimmung ist toll und die Vielfalt grenzenlos“, freut sich Lehrerin Ariane Radtke. Sie betreut an diesem Abend unter anderem die jüngeren Mädchen, die an einem Verkaufsstand Linoleumdrucke anbieten. Alle sind mit Spaß dabei. „Es ist toll anzusehen, was für beeindruckende Ergebnisse in kürzester Zeit herausgekommen sind“, betont Schülerschwester Katharina Junghals.

Nach der musikalischen Begrüßung und offiziellen Eröffnung des Kulturprogramms in der Aula mit dem Orchester des Gymnasiums Herzogenrath lockte der Kulturbasar mit Kunstausstellungen und kleinen Vorführungen in nahezu alle Räumlichkeiten der Schule.

„Junge Musiker, Schauspieler, Tänzer, Akrobaten, Filmemacher und Künstler zeigen heute, was sie drauf haben. Der 20-minütige Rhythmus der Aufführungen ist vergleichbar mit der lit.cologne-Veranstaltungsreihe in Köln. Nach diesem Vorbild können unsere Besucher heute Häppchenweise alle 20 Minuten andere Facetten unserer kulturbegeisterten Schüler entdecken“, erklärt Schulleiterin Brigitte Jansen.

Die Besucher haben so Gelegenheit durch Kunstausstellungen zu schlendern, Schauspiel-Darbietungen zu bestaunen, bei verschiedenen Band-Konzerten mitzutanzen und in den Genuss von Filmvorführungen zu kommen. Alle Blicke auf sich ziehen die Fotografien einer Mädchengruppe.

„Wir haben Kragen und Kopfbedeckungen verschiedener Epochen gebastelt und uns dann damit vor einem schwarzen Hintergrund fotografiert“, erklärt die 17-jährige Schülerin Julia Daum, was unter dem Motto „Kopf und Kragen“ entstanden ist.

Andere Schüler hatten sich währenddessen auf eine wahre Spurensuche begeben und biografische Erinnerungen aus der Schulzeit gesammelt. Und auch beim Modeprojekt „Upcycling“ erkennt man wahre Kunsttalente.
Sogar einen eigenen Pausenchor gibt es, der den zahlreichen Gästen die Wartezeit auf den nächsten Höhepunkt versüßt.

Beeindruckend ist die Darbietung vom Theaterkurs mit „Macbeth“. Und wer vor dem musikalischen Ausklang mit der Band „The Tempest“ noch ein wenig durch die Werkschauen schlenderte, konnte hier Karikaturen und Nachtbilder, Eindrücke aus der Unterwasserwelt und auch die Ergebnisse des Projekts „Festplatte Kohle“ in Zusammenarbeit mit der Bleiberger Fabrik sehen. Letzteres beschäftigt sich mit der Bergbau-Vergangenheit der Aachener Region.

Wie bedeutend die einzelnen Beiträge für das kulturelle Verständnis an der Schule sind zeigte die Tatsache, dass während der Veranstaltung im Auftrag der Städteregion Aachen sogar für das Kultusministerium gefilmt wurde.