Baesweiler: Großeinsatz nach verheerender Verpuffung

Baesweiler: Großeinsatz nach verheerender Verpuffung

Glasscherben liegen in einem Umkreis von mehr als zehn Meter verteilt, an mehreren Stellen ist Putz aus der Hauswand herausgebrochen, Risse durchziehen die Fassade.

Wenige Stunden nach einer verheerenden Gasverpuffung haben die Experten der Aachener Polizei am Montagvormittag ihre Untersuchungen am Unglücksort beendet, Mitarbeiter des Bauhofes sichern das Einfamilienhaus an der Eichenstraße mit Absperrungen und Holzverschlägen.

Die 58 Jahre alte Bewohnerin, die sich zum Zeitpunkt der Verpuffung um kurz nach sieben Uhr alleine zu Hause aufgehalten hatte, liegt seit mehreren Stunden mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus. Der Rettungshubschrauber hatte sie dorthin geflogen.

Noch ist nicht abschließend geklärt, weshalb es zu dem Unglück kam. Erste Ermittlungsergebnisse lassen die Spezialisten der Polizei darauf schließen, dass Gas aus einer Gasflasche ausgetreten war. Diese gehörte zu einem Katalytofen, der zum Heizen benutzt wurde.

„Wie genau es zu der Verpuffung kam, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Die Polizei geht derzeit von einem Unglück aus”, betont Polizeisprecherin Sandra Schmitz. Und zur Beantwortung der Frage, ob das Reihenendhaus künftig noch bewohnbar ist, muss ein vom städtischen Bauamt veranlasstes statisches Gutachten her. Nachbarhäuser sind laut Schmitz jedenfalls „augenscheinlich nicht in Mitleidenschaft gezogen worden”.

Mit Wucht verwüstet

Sicher ist, dass sich eine heftige Explosion ereignet haben muss: Die Fenster an der Rückseite des Gebäudes sind zerstört, dort hat die Druckwelle offenbar mit ihrer ganzen Wucht gewirkt. Und das Innere des Hauses ist „ziemlich verwüstet”, beschreibt Feuerwehrchef Hans-Josef Hermanns. Er und seine Kollegen waren kurz nach dem Unglück mit einem Großaufgebot zur Eichenstraße ausgerückt - 31 Einsatzkräfte der Löschzüge Baesweiler, Oidtweiler und Beggendorf suchten das Haus nach weiteren Personen ab und lüfteten das Gebäude.

Nur rund 58 Stunden zuvor, am Freitagabend gegen 21.20 Uhr, waren die Feuerwehrleute ebenfalls wegen eines durch Gas verursachten Unglücks gerufen worden - und zwar in ein Mehrfamilienhaus an der Kückstraße. Dort hatte es Probleme ebenfalls mit einem Katalytofen gegeben. Laut Polizei war aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer entstanden, das die Bewohner mit einem Feuerlöscher selbst zu bekämpfen versuchten. Eine Bewohnerin begab sich anschließend wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung in ärztliche Behandlung.