Baesweiler: Grenzlandtheater macht wieder in Baesweiler Station

Baesweiler: Grenzlandtheater macht wieder in Baesweiler Station

Das Grenzlandtheater Aachen wird auch in der Spielzeit 2016/2017 wieder mit fünf Gastspielen und einer bunten Mischung aus Schauspiel, Komödie und einem Musical in Baesweiler Station machen.

Selbstverständlich gibt es in der kommenden Spielzeit die bekannten Annehmlichkeiten für die Besucherinnen und Besucher im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Baesweiler. Konstant bleiben insbesondere die günstigen Eintrittspreise: Abonnements kosten weiterhin 50 Euro (Teilzahler: 25 Euro), Tageskarten 15 Euro (Teilzahler: acht Euro). Die Besucher können sich auch weiterhin auf den Service reservierter Plätze freuen. Die Plätze können beim Erwerb der Karten anhand des Bestuhlungsplanes ausgewählt werden.

Auftakt mit Steinbeck

Zum Auftakt am 10. November gibt es das Schauspiel „Von Mäusen und Menschen“ von John Steinbeck. Der körperlich kräftige, aber geistig kindlich gebliebene Lennie und sein Freund George ziehen als Wanderarbeiter durchs Land. George erledigt das Denken und Reden für Lennie.

Gleichzeitig hat er die Verantwortung für ihrer beider Lebensplanung übernommen und wacht darüber, dass Lennies unberechenbare Kraft gepaart mit seiner Sehnsucht nach Berührung und Weichheit keinen Ärger einbringt: Dieser zerstört in seiner naiven Begierde immer wieder die Dinge, die er liebt.

Als sie eine neue Stelle antreten, scheint ihr Traum von einer eigenen Farm zum Greifen nah. Doch als sich die aufreizende Frau des Farmers Lennie nähert, ahnt Georg sofort, dass ihr Ziel in Gefahr gerät.

Mit dem Musical „Love Story“ von Stephan Clark und Howard Goodall geht es am 8. Februar 2017 weiter. Unterschiedlicher könnten zwei Menschen kaum sein: er ein Erbe aus reichem Haus, sie eine Italoamerikanerin aus armen Verhältnissen; er Eishockey spielender Jurastudent, sie Einser-Klavierstudentin.

Doch kaum haben sie sich getroffen, finden sich Oliver und Jenny in einer turbulenten Liebesbeziehung wieder, in der sie sich was Schlagfertigkeit angeht nichts schenken. Doch ihre Liebe fordert auch große Opfer: Oliver sagt sich von seiner Familie los und wird enterbt, und Jennifer verzichtet auf ihr Musikstipendium in Paris.

In Ihrer Ehe durchleben sie alle Höhen und Tiefen, die der Alltag bereithält, doch sie geben nie auf und kämpfen für ihren Traum von der gemeinsamen Zukunft. Tatsächlich scheint sich alles zum Guten zu wenden —doch das Schicksal macht ihnen einen Strich durch die Rechnung: Bei Jenny wird Leukämie diagnostiziert.

Komödie über Freundschaft

Am 10. März 2017 folgt die Komödie „Das Abschiedsdinner“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière. Was soll man tun, wenn man eine Freundschaft beenden will, weil diese nur noch Verpflichtung geworden ist?

Pierre und Clotilde stellen sich diese Frage, denn ihre langjährige Freundschaft zu Antoine ist schon lange nicht mehr das, was sie einmal war. Sie geben also ein Abschiedsdinner, ohne dass der Freund weiß, wozu er gebeten ist. Sie servieren eine Flasche Wein aus Antoines Geburtsjahr und sein Lieblingsessen, legen seine Lieblingsmusik auf — nur um danach den Kontakt abzubrechen.

Doch leider geht alles schief: Antoine kommt den beiden auf die Schliche und beginnt zu kämpfen. Allerdings gerät sein Versuch, die Freundschaft zu retten, immer mehr zu einer Belastungsprobe für die Ehe von Clotilde und Pierre!

Mit Florian Zellers Schauspiel „Vater“ geht es am 26. April 2017 in die nächste Runde. André, Witwer, Vater von zwei Töchtern, merkt, dass sich etwas verändert — es verschwinden Sachen, er versteckt Gegenstände, er fühlt sich bedroht, verfolgt, er verliert die zeitliche und räumliche Orientierung.

Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung, versucht vor seiner Tochter Anne den Eindruck aufrechtzuerhalten, alles sei in Ordnung, wobei es ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen sich aber dieser stolze und seine Würde behauptende alte Mann ständig zerstreitet. Und nun will sie mit ihrem neuen Lebenspartner nach London gehen. Was tun? Wie vorgehen?

Florian Zeller kann auch Komödie. Mit „Eine Stunde Ruhe“ wird die Spielzeit 2016/2017 am 13. Juni 2017 in Baesweiler beendet. Michel schwärmt seit seiner Jugendzeit für die LP „Me, Myself and I“ und hat sie nun nach Jahren vergeblichen Suchens auf einem Flohmarkt gefunden. Überglücklich stürmt er nach Hause, um sie sofort zu hören. Eine Stunde Zeit hat er noch, ehe sein bester Freund Pierre zu Besuch kommt, beziehungsweise seine Frau ihn in ein, wie sie meint, dringendes Beziehungsgespräch verwickelt.

Aber nicht nur Freund und Frau gönnen ihm diese „eine Stunde Ruhe“ nicht, auch ihre beste Freundin, sein Sohn, ein Nachbar und ein sich als Pole ausgebender portugiesischer Klempner hindern ihn am Hörgenuss. Und es kommt, was kommen muss: Katastrophen über Katastrophen.

Vorverkauf beginnt

Der Vorverkauf beginnt am Montag, 13. Juni, an der Infothek im Rathaus Baesweiler. Ab Montag, 11. Juli, werden dann die Tageskarten in den Vorverkauf gehen.

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