Alsdorfs: Grandioser Ausblick: „Blickpunkt Hauptschacht Anna“ offiziell eingeweiht

Alsdorfs: Grandioser Ausblick: „Blickpunkt Hauptschacht Anna“ offiziell eingeweiht

150 Stufen muss man rauf, aber wer die bezwungen hat, kann nicht nur einen grandiosen Ausblick genießen: Oben, auf dem Fördergerüst am Franzschacht in Alsdorf, warten ab sofort eine große Infotafel und Stahlrohre, die den Blick des Betrachters auf markante Punkte lenken, auf den Besucher.

Der erhält so die Möglichkeit, das Damals mit dem Jetzt abzugleichen. Auf der Schautafel zeigt ein Panoramabild die Bergbauvergangenheit und daneben den Ist-Zustand. Am Donnerstag fand die Einweihung statt. Die fest montierten schlanken Röhren sind beispielsweise auf die Bergehalden, die Bergmannsiedlungen oder den runden „Deckel“ des Franzschachts gerichtet — der, nebenbei bemerkt, oft mit reiner Zierde oder einem Grillplatz verwechselt wird.

Tafeln unterhalb der Röhren liefern kurz und prägnant Infos zu dem, was man im Visier hat. Die Idee dazu hatte Hans Vorpeil, an der Umsetzungen waren Rudi Bast und Nijaz Ganic beteiligt. Finanziert wurde der „Blickpunkt Hauptschacht Anna“ (Kosten: rund 6000 Euro) zu gleichen Teilen vom Pro-Energeticon-Verein und der Städteregion Aachen.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Das Fördergerüst ist (noch) nicht frei zugängig. An jedem vierten Samstag im Monat bietet das Energeticon Führungen an, bei denen auf dem Fördergerüst Station gemacht wird. Nächster Termin: 22. April. Kosten pro Person: 13 Euro.

Anmeldung beim Energeticon: Telefon 02404/599110, www.energeticon.de. Gruppen ab acht Personen können sich zu individuellen Führungen anmelden. Langfristig soll der Treppenaufgang des Fördergerüsts ein Drehkreuz erhalten. Näheres steht noch nicht fest.

(vm)
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