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Herzogenrath: Geschichte von Jona und dem Wal faszinierte

Herzogenrath : Geschichte von Jona und dem Wal faszinierte

An jedem zweiten Samstagnachmittag, öffnet die evangelische Kirchengemeinde Herzogenrath die Markuskirche und das Kohlscheider Lukas-Gemeindezentrums für die „KinderKirche”. Kurz vor halb drei läuten die Glocken für Jungen und Mädchen von fünf bis zehn Jahren.

Ebenso jetzt, zur „Premiere” im neuen Jahr. „Sie zünden ihre selbstgestaltete Kerze an der großen Kerze an und suchen sich einen Platz”, schildert Jugendreferentin Anette Felgenträger.

Dann geht es los mit der Begrüßung, in Herzogenrath durch Rita Rabe und in Kohlscheid durch den Wiedehopf, einem kleinen Vogel aus Palästina - wenn er nicht wie heute verreist ist und die Kinder der KinderKirche mit einer Postkarte grüßt.

Komischer Umhang

„Nach unserem bekanntem Eingangslied, dem Eingangswort, dem Psalm und einem Gebet geht es mit einer Geschichte oder einem Anspiel weiter”, erklärt die Referentin. Heute hat die KinderKirche Besuch von einem Mann namens Jona. Komisch sieht der aus, er ist mit einem Umhang bekleidet. Er erzählt den Kindern seine Lebensgeschichte. Spannend ist die, und so wie er sie erzählt, können sich alle das sehr gut vorstellen.

Er hätte einen Auftrag von Gott bekommen. Er sollte in die Stadt Ninive gehen, um den Menschen zu sagen, dass Gott sie bestrafen würde, wenn sie ihr böses und ungerechtes Verhalten nicht ändern würden. Jona erzählt, dass er vor dieser Aufgabe so viel Angst gehabt hätte, dass er vor ihr und Gott einfach hätte fliehen wollen. Und was ihm dann alles passiert ist - unglaublich..., erfahren die faszinierten Jugendlichen.

Böses und ungerechtes Verhalten

„Nach der Andacht können die Kinder die biblischen Geschichten in kreativer Form beim Basteln, Malen oder Spielen verarbeiten”, beschreibt Anette Felgenträger den Fortgang. Heute geht es um böses oder ungerechtes Verhalten.

Woran erkenne ich böse Menschen oder wann verhalte ich mich nicht richtig? Florian, Kira, Robin und Petra basteln einen Pappschieber, auf dem „böse” und „liebe” Kinder abgebildet sind. Dazu erfinden sie eigene Beispiele.

Die Bilder der Geschichte des Propheten Jona sind durcheinander geraten. Hannah bringt sie in die richtige Reihenfolgen, klebt sie in ein kleines Jona-Buch und malt die Bilder bunt an. Tobias, Carola, Christian und Tirza gestalten mit Buchstaben und Bildern ihre Kerze. Sarah und Robin malen große Puzzleteile aus und kleben sie zu einem großen Walfisch auf Pappe auf.

Auf Blätter werden Wünsche an die Bewohner Ninives geschrieben. Es ist noch ein wenig Zeit. Wie war das, als Jona mit einem Schiff auf dem Meer war und ein Sturm aufkam? „Das können wir auch mit dem Schwungtuch nachspielen”, wird vorgegeben. Dann versammeln sich alle um den Tisch.

Geburtstagsständchen

Heute hat Erik einen Kuchen mitgebracht, den seine Mutter gebacken hat; Jenny Wollenberg stiftet Brot und Marmelade. Zum Thema des Tages passend gibt es außerdem Fischlis und Lakritz-Salzheringe. Dann gratuliert die Gruppe ihrer Petra mit einem Lied zu deren Geburtstag.

Schnell ist der Nachmittag vergangen. Schon kommen die ersten Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern den Abschluss der KinderKirche feiern möchten. Mit Liedern, einem Gebet, dem Vaterunser, dem Segen Gottes geht die sie zu Ende.

Und mit dem Liedtext „Tschüß, machs gut, es war schön dich zu sehen” verabschieden sich alle - bis zum nächsten Mal in der KinderKirche.